Du fährst mit einem überdachten Boot von Campbell River durch wilde Küstengewässer zum Bute Inlet und kannst dabei Delfine oder Wale entdecken. Nach dem Mittagessen auf einem Flusssteg führen dich indigene Homalco-Guides per Van und zu Fuß zu Grizzlybären, die hier ganz entspannt Lachse fangen. Ein Trip voller ehrlicher Momente – vom knarrenden Holz unter den Füßen bis zum Ruf der Adler über dir – der dich still und beeindruckt zurücklässt.
Am Anfang hätte ich nicht gedacht, dass die Bootsfahrt ab Campbell River so ruhig sein würde – nur das leise Brummen des Motors und die salzige, kalte Luft, die mir die Wangen kitzelte. Unser Guide Jamie zeigte immer wieder kleine Bewegungen im Wasser – erst eine Delfinschule, dann ein Seelöwe, der neugierig auftauchte. Die 2,5 Stunden bis zum Bute Inlet vergingen wie im Flug. Ich nippte immer wieder an meinem Kaffee (der war schön heiß und bereit), nur um meine Hände warm zu halten. Diese Küstenlandschaft hat etwas, das einen auf eine gute Art klein und demütig fühlen lässt.
Mittagessen gab’s auf einem hölzernen Steg genau dort, wo der Fluss ins Inlet mündet. Ich erinnere mich noch an den Geruch – irgendwo roch es nach frischem Fisch, die Zedernbretter waren noch vom Regen der Nacht feucht. Dort trafen wir unsere Homalco-Indianerguides; ich versuchte „Orford“ so auszusprechen wie sie, aber Li musste lachen und hat mich liebevoll korrigiert. Dann stiegen wir alle in einen Van und rumpelten über matschige Wege tiefer ins Bärengebiet. Schon bevor wir die Aussichtstürme erreichten, spähte ich ständig in die Bäume nach Bewegungen.
Der erste Grizzly tauchte fast lässig auf – als würde er hier das Sagen haben (was er ehrlich gesagt auch tut). Er fischte in einer seichten Stromschnelle direkt unter uns, während Möwen über uns kreischten. Es war ruhiger als erwartet, abgesehen von den Vögeln und dem Plätschern des Wassers auf den Steinen. Unser Guide flüsterte irgendwann, wie lange diese Bären hier schon hinkommen – die genaue Zahl hab ich vergessen, aber es klang uralt. Drei Stunden vergingen wie im Flug; ich merkte kaum, wie meine Beine steif wurden, bis wir uns wieder auf den Rückweg zum Boot machten.
Auf dem Heimweg entdeckte jemand weit draußen eine Walfontäne – alle stürmten auf eine Seite des Bootes und hätten fast ihren Tee verschüttet. Ich denke noch oft an das nasse Fell des Bären, das in der späten Sonne glänzte, als wir das Orford Valley hinter uns ließen. Wenn du überlegst, eine Grizzly-Tour ab Campbell River zu machen... es geht nicht nur darum, etwas von der Liste abzuhaken. Es ist eher, sich für eine Weile klein zu fühlen – und zu merken, wie wild die Natur hier noch ist.
Die Tour beinhaltet eine 2,5-stündige Bootsfahrt pro Strecke plus etwa 3 Stunden Bärenbeobachtung im Orford River Valley.
Ja, das Mittagessen wird auf dem Steg im Orford River Valley serviert, bevor die Bärenbeobachtung startet.
Ja, lokale Homalco-First-Nation-Guides empfangen dich im Orford River Valley und begleiten die Bärenbeobachtung.
Auf der Bootsfahrt zwischen Campbell River und Bute Inlet kannst du Wale, Delfine und Seelöwen entdecken.
Das überdachte Boot verfügt über eine Bordtoilette, die während der Fahrt genutzt werden kann.
Die Tour umfasst einige Treppen und Fußwege zwischen den Aussichtstürmen; bei Mobilitätseinschränkungen bitte die Veranstalter kontaktieren.
Dein Ticket umfasst Snacks, Mittagessen, Kaffee oder Tee an Bord, Treibstoffzuschlag und alle Führungsleistungen.
Ja, in der Nähe von Campbell River gibt es öffentliche Verkehrsmittel, um zum Startpunkt zu gelangen.
Dein Tag startet mit einer Bootsfahrt im überdachten Boot inklusive heißer Getränke von Campbell River zum Bute Inlet, unterwegs gibt’s Snacks, am Orford Valley wartet das Mittagessen auf dem Flusssteg, bevor dich Homalco-First-Nation-Guides zu mehreren Stunden sicherer Grizzlybärenbeobachtung begleiten – abgerundet mit der Rückfahrt über die wilden Küstengewässer.


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