Tauche ein in Cape Bretons lebendige Geschichte – von gälisch sprechenden Dorfbewohnern im Highland Village über die Fährfahrt auf den Bras d’Or Lakes bis zum Alexander Graham Bell Museum in Baddeck. Freu dich auf lokale Geschichten, frische Meeresfrüchte und Ausblicke, die lange nachwirken. Diese Tour verbindet dich mit Menschen und Orten – auch wenn du die Hälfte der Namen nicht aussprechen kannst.
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Alle Bewertungen lesen ›Ganz ehrlich – ich habe diese Tour gebucht, weil ich von den Bras d’Or Lakes noch nie gehört hatte, und der Name hat sich einfach in meinem Kopf festgesetzt. Als wir in Nova Scotia vom Schiff stiegen, wartete Robert schon am Steg, gut zu erkennen an seiner knallroten Jacke, mit einem Blackwood Tours-Schild in der Hand. Er grinste und begrüßte uns, als würden wir uns schon ewig kennen. Die Luft roch nach nassem Gras und Salz – so ein Morgen, bei dem man nicht weiß, ob es regnen wird oder nicht.
Die Fahrt rund um die Bras d’Or Lakes war anfangs fast zu still. Unser Guide zeigte immer wieder kleine Details – alte Fischerhütten, einen Reiher, der reglos zwischen den Schilfhalmen stand – und erzählte Geschichten von schottischen Siedlern und den Mi’kmaq, die mich wünschte, ich hätte im Geschichtsunterricht besser aufgepasst. Im Highland Village liefen wir direkt in ein schottisches Dorf aus dem 17. Jahrhundert, wo tatsächlich noch Gälisch gesprochen wurde (ich versuchte „madainn mhath“ zu sagen – guten Morgen – und bekam ein höfliches Nicken von einer Frau, die gerade Wolle spann). Der Geruch von Torfrauch hing noch Stunden später an meinem Pullover.
Wir setzten mit der kleinen Fähre über Little Narrows über – die Überfahrt dauerte nur fünf Minuten, fühlte sich aber wie ein kleines Abenteuer an. Baddeck selbst ist klein, aber auf seine eigene Art lebendig; ich gönnte mir eine Meeresfrüchtesuppe an einem Tipp unseres Guides (diese würzige Brühe lässt mich noch immer nicht los). Das Alexander Graham Bell Museum war ganz anders, als ich erwartet hatte – Bell war nicht nur vom Telefon besessen, sondern vor allem von Flugmaschinen. Es berührte mich irgendwie, alte Fotos von ihm zu sehen, wie er mit Drachen an diesen windigen Ufern experimentierte.
Auf dem Rückweg machten wir Halt am St. Anns Lookoff mit einem nebligen Blick auf den Cabot Trail – meine Handyfotos können das kaum einfangen – und dann noch einmal an der Seal Island Bridge, wo die salzige Luft förmlich in der Nase kitzelte. Der ganze Tag verging langsamer, als ich gedacht hatte, und das auf eine richtig schöne Art. Ich erinnere mich immer wieder daran, wie still es wurde, als wir über die Seen schauten – nur Wasser, Himmel und jemand, der leise erzählt, wo es nach Hause geht.
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