Du ziehst dein Kostüm nahe dem Bahnhof Ebisu an und fährst mit einer kleinen Gruppe im eigenen Go-Kart über die Shibuya Crossing – mit viel Spaß und Winken von Fremden, während die Lichter der Stadt an dir vorbeirauschen. Ein Guide sorgt für Sicherheit und gute Stimmung. Hier geht’s nicht nur ums Sightseeing, sondern darum, für ein oder zwei Stunden Teil von Tokio zu sein.
Das Erste, woran ich mich erinnere, ist das seltsam beruhigende Gefühl des Kostüms – meins hatte Schlappohren, keine Ahnung, welcher Charakter das sein sollte. Der Laden lag nur 15 Minuten vom Bahnhof Ebisu entfernt, und sobald wir reinkamen, roch es nach einer Mischung aus Gummireifen und dem Waschmittel, das sie für die Kostüme benutzen. Unser Guide Kenji grinste über meine Wahl und meinte etwas von „Tokio-Style“, was mich zum Lachen brachte, denn ehrlich gesagt sah ich total lächerlich aus. Aber das taten alle. Genau darum geht’s ja.
Mit dem Go-Kart durch Shibuya zu fahren, kann man sich kaum vorstellen, bis man es erlebt hat. Der Motor ist nicht laut, aber man spürt jede Unebenheit – besonders auf der Dogenzaka, wo es richtig voll wird. Schon bevor wir die Shibuya Crossing erreichten, winkten Leute am Straßenrand und knipsten Fotos. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so… beobachtet fühlen würde. Da ist dieser Moment, wenn du an der Ampel stehst, umgeben von Neonlichtern und Menschenmassen, die wie Flüsse an dir vorbeiströmen, und plötzlich bist du mittendrin – im berühmten Zebrastreifen, eingepackt in ein Cartoon-Kostüm. Ein paar Schüler riefen „kawaii!“. Ich winkte zurück, verpasste fast das grüne Licht.
Kenji funkte immer wieder durch sein kleines Funkgerät, um sicherzugehen, dass niemand verloren geht oder im Verkehr stecken bleibt (es ist viel organisierter, als es aussieht). Wir drehten eine Runde um SHIBUYA109 – das Gebäude sieht aus der Nähe noch viel beeindruckender aus – und sausten an weiteren bekannten Spots vorbei, die ich aus unzähligen Instagram-Videos kannte. Nach einer Weile rochen meine Hände leicht nach Benzin, was mich aber nicht störte; es fühlte sich einfach echt an. Für eine halbe Straße war plötzlich alles still – keine Hupen, keine Musik – und ich musste grinsen unter meiner albernen Maske.
Ich denke immer noch daran, wie surreal es war, gleichzeitig drin und draußen in Tokio zu sein – als würde man sich selbst in einer späten Anime-Folge sehen. Es geht nicht nur um Geschwindigkeit (wirklich schnell fährt man nicht), sondern darum, Shibuya aus nächster Nähe zu erleben, während Leute dich anfeuern, nur weil du als Pikachu, Mario oder was auch immer du aus dem Regal gezogen hast, unterwegs bist. Die Stadt fühlt sich anders an, wenn alle dich anschauen – und irgendwie sieht man sie dann auch mit anderen Augen.
Ja, du brauchst einen gültigen internationalen Führerschein nach dem Genfer Abkommen von 1949 oder bestimmte Lizenzen mit offizieller japanischer Übersetzung.
Die Tour beginnt in einem Laden, etwa 15 Minuten vom Bahnhof Ebisu in Shibuya entfernt.
Ja, die Kostümvermietung ist für alle Teilnehmer kostenlos dabei.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 60 km/h.
Ja, jede Gruppe wird von einem englischsprachigen Guide begleitet.
Bei starkem Regen kann die Tour abgesagt werden; du kannst umbuchen oder bekommst dein Geld zurück, falls kein Ersatztermin möglich ist.
Nein, alle Go-Karts sind Einzelsitzer; nur eine Person pro Fahrzeug erlaubt.
Du musst mindestens 18 Jahre alt sein, zwischen 150 cm und 190 cm groß und darfst maximal 100 kg wiegen.
Deine Buchung beinhaltet Versicherung, kompletten Go-Kart-Verleih inklusive Benzin, einen englischsprachigen Guide, der dich zu Highlights wie SHIBUYA109 und der Shibuya Crossing begleitet, sowie die kostenlose Kostümvermietung für die besten Fotomomente, bevor es zurück zur Basis nahe dem Bahnhof Ebisu geht.
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