Erklimme die alten Treppen von Matsumoto Schloss mit deinem lokalen Guide, schlendere über die besondere Nawate-dori mit ihren Froschfiguren und Snacks und atme die frische Bergluft auf den Flusswegen von Kamikochi – alles an einem Tag ab Nagano oder Matsumoto. Freu dich auf stille Momente, überraschende Geschmäcker und viel Zeit, Japans Herzland ganz in Ruhe auf dich wirken zu lassen.
Ganz ehrlich: Ich habe mich nur für diesen Tagesausflug zu Matsumoto Schloss & Kamikochi angemeldet, weil mein Freund ständig von „echten japanischen Burgen“ schwärmte. Aber das Erste, was mir auffiel, war nicht das Schloss selbst – sondern wie sich der Morgen in Matsumoto anfühlte. Frische Luft, leichter Nebel und unsere Reiseleiterin Yuki, die uns mit einem Lächeln heranwinkte. Sie sagte, wir sollten auf die schwarz-weißen Mauern achten – „Krähenburg“ nannte sie es. Die Treppen drinnen sind steil, fast ein bisschen wackelig, und meine Knie erinnern sich noch gut daran. Doch oben auf der obersten Etage zu stehen, die Stadt zu überblicken und den Wind durch die alten Holzlatten wehen zu spüren... damit hatte ich nicht gerechnet – so klein und gleichzeitig so lebendig zu fühlen.
Als Nächstes ging es zur Nawate-dori – der Froschstraße. Ich dachte erst, das wäre nur voll mit Souvenirläden, aber irgendwie hat sie ihren ganz eigenen Charme. Überall stehen Froschfiguren (einer trug sogar einen kleinen Hut) und wir probierten süße Reiskuchen an einem Stand, wo eine ältere Dame mir das Stück mit beiden Händen reichte und sich verbeugte. Der Kuchen war warm, leicht zäh und nicht zu süß. Yuki lachte, als ich versuchte, „arigato gozaimasu“ richtig auszusprechen – ich hab’s wohl verhauen, aber sie schien trotzdem zufrieden.
Die Fahrt nach Kamikochi dauerte länger als gedacht, doch je näher wir kamen, desto mehr sahen wir Berge, die fast gemalt wirkten. Am Taisho-See angekommen, lag in der Luft ein scharfer Kiefernduft, vermischt mit etwas Kühlem – vielleicht Schmelzwasser? Wir gingen am Azusa-Fluss entlang, dessen Wasser so klar war, dass man die Steine tief unten sehen konnte. Der Weg ist nicht schwer, aber ich blieb immer wieder stehen, um einfach nur zuzuhören – manchmal hörte man nur Wind und Vogelgezwitscher. An der Kappa-Brücke aßen ein paar Einheimische Onigiri und lachten über etwas, das ich nicht verstand. Nach Yukis Führung hatten wir etwa 1,5 Stunden Zeit, um alleine zu erkunden oder einen Kaffee zu trinken (ich saß einfach lange am Fluss). Es fühlte sich an, als würde die Zeit für einen Moment langsamer laufen.
Die Tour dauert den ganzen Tag und endet gegen 18:30 am Bahnhof Matsumoto bzw. gegen 20:00–20:15 am Bahnhof Nagano.
Ja, ein Mittagessen ist im Tagesausflug enthalten.
Ja, nach der geführten Wanderung hast du etwa 1,5 Stunden Zeit zur freien Verfügung in Kamikochi.
Ja, der Eintritt zum Schloss ist inklusive – du kannst auch bis ganz nach oben steigen.
Die Tour startet in Nagano oder Matsumoto und endet an dem jeweiligen Bahnhof, je nach Buchung.
Ja, der direkte Transport zwischen allen Zielen ist im Tagesausflug enthalten.
Du solltest eine moderate Fitness mitbringen, da es Wanderwege und steile Treppen im Schloss gibt.
Der Veranstalter empfiehlt, Anschlussfahrkarten nach 19:00 Uhr ab Matsumoto oder nach 20:45 Uhr ab Nagano zu buchen, da es zu Verzögerungen kommen kann.
Dein Tag beinhaltet den Transport zwischen Nagano oder Matsumoto und allen Stationen (inklusive direktem Zugang zu Kamikochi), Eintritt und Führung im Matsumoto Schloss mit der Möglichkeit, die alten Treppen zu erklimmen, eine entspannte geführte Wanderung plus freie Zeit an den Flussufern von Kamikochi – und natürlich ein Mittagessen, bevor es am Abend zurückgeht.


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