Du schlenderst unter hohen Bambusstangen in Arashiyama, überquerst die berühmte Togetsukyo-Brücke mit Bergpanorama und entdeckst ruhige Tempel in Sagano – alles begleitet von einem lokalen Guide, der jede Abkürzung und Geschichte kennt. Such dir deine Lieblingsplätze aus und lass dich in Kyotos sanfte Ecken ganz entspannt treiben.
Fotos vom Bambuswald in Arashiyama hatte ich schon gesehen, aber nichts bereitet einen auf den ersten Schritt hinein vor. Die Luft wirkte kühler, irgendwie weicher, und es herrschte eine besondere Stille – nur das Rascheln der Bambusstangen im Wind war zu hören. Unsere Guide Yuki traf uns direkt am Bahnhof Saga-Arashiyama (super, denn ich verliere mich sonst immer bei Bahnausgängen) und zeigte sofort kleine Details, die ich sonst übersehen hätte – wie das Moos, das alte Steinmauern erklimmt, oder wie das Licht sich verändert, je tiefer man in Sagano hineingeht. Es war nicht voll, als wir am späten Vormittag dort waren, und für einen Moment fühlte es sich fast so an, als hätten wir den Wald ganz für uns allein.
Danach überquerten wir die Togetsukyo-Brücke – Yuki erklärte, dass der Name „Mondüberquerung“ bedeutet, was für eine Brücke irgendwie poetisch klingt. Der Fluss darunter floss ruhig, ein paar Kinder warfen Kieselsteine ins Wasser, und ein älterer Mann angelte still am Ufer. Dieses Gefühl, mit den Bergen im Rücken und Kyoto vor sich auszubreiten, ließ mich auf eine schöne Weise klein und demütig fühlen. Wir machten auch Halt am Tenryu-ji-Tempel – die Gärten sind berühmt, aber ehrlich gesagt mochte ich es am meisten, auf einer der Holzveranden zu sitzen und den Karpfen im Teich zuzusehen. Yuki erzählte, dass Zen-Mönche hier seit Jahrhunderten den Kies harken; ich versuchte mir vorzustellen, wie man so geduldig sein kann.
Als letzten Stopp hatte ich den Jojakko-ji-Tempel ausgesucht, weil ich online gelesen hatte, dass er besonders friedlich sein soll – und das stimmt wirklich. Der Weg hinauf ist gesäumt von alten Ahornbäumen und moosbewachsenen Stufen; auf den Steinen rutschten meine Schuhe ein bisschen (hätte bessere Sohlen tragen sollen). Es waren kaum Leute unterwegs, nur eine Frau, die Blätter zusammenkehrte und lächelte, als ich versuchte, „konnichiwa“ zu sagen. Die Ruhe dort fühlte sich anders an als überall sonst – eher wie ein sanftes Eintauchen ins Grün, statt einfach nur durchzulaufen. Ehrlich gesagt denke ich noch oft an den Blick von oben, wo Kyoto langsam im Nebel verschwindet.
Die private Wanderung dauert etwa 4 Stunden.
Du triffst deinen Guide am JR-Bahnhof Saga-Arashiyama direkt am Ticketschalter.
Ja, du kannst 2–3 Orte in Arashiyama und Sagano je nach Interesse auswählen.
Nein, für Wege zwischen den Orten nutzt man öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis, die Kosten sind nicht im Preis enthalten.
Nein, Eintrittsgelder zahlst du vor Ort selbst.
Ja, Babys und kleine Kinder können im Kinderwagen mitkommen.
Bequeme Schuhe sind wichtig, da du auf unebenen Wegen unterwegs bist.
Ja, die Tour findet bei jedem Wetter statt – bei Regen am besten einen Regenschirm mitnehmen.
Dein Tag beginnt mit dem Treffen deines lizenzierten, englischsprachigen Guides am Bahnhof Saga-Arashiyama für eine private, individuell gestaltete Wanderung durch Arashiyama und Sagano. Gemeinsam wählt ihr 2–3 Orte aus, zum Beispiel Tenryu-ji oder Jojakko-ji. Für Wege zwischen den Stationen werden bei Bedarf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis genutzt – die Kosten dafür sind nicht im Preis enthalten. Das Tempo ist flexibel, sodass du überall anhalten kannst, wo dich die Neugier hinführt.


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