Du betrittst mit uns die freskengeschmückten Paläste, radelst mit dem E-Bike zur berühmten Villa La Rotonda von Palladio und siehst, wie goldenes Licht das Olympische Theater erfüllt. Mit Geschichten und handbeschrifteten Karten vom Guide entdeckst du Vicenza aus lokaler Sicht – und vielleicht möchtest du am Ende bei einem Kaffee gar nicht mehr gehen.
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Alle Bewertungen lesen ›„Siehst du diese Decke?“ fragte unser Guide Marco und zeigte nach oben auf ein Wirrwarr aus verblassten Sternen und geheimnisvollen alten Symbolen im Palazzo Valmarana Braga. „So sah der Graf seinen Platz im Universum.“ Ich erinnere mich, wie seine Stimme von dem kühlen Marmor widerhallte – es fühlte sich an, als wäre ich gerade in einen fremden Traum eingetaucht. Die Luft roch leicht nach Staub und alten Büchern. Es war erst 10 Uhr morgens, draußen schon warm, drinnen schien die Zeit für uns langsamer zu laufen.
Wir schlenderten hinaus in die Straßen von Vicenza, während Marco Geschichten über Palladio und diese Stadt erzählte, die fast wie ein Renaissance-Theater gebaut schien. Immer wieder blieb er stehen, um Leute zu grüßen – manchmal wechselte er so schnell vom Italienischen ins Venezianische, dass ich kaum folgen konnte. An der Piazza dei Signori gab es diesen Moment, als ein alter Mann auf seinem Fahrrad mit einem Brot unter dem Arm vorbeifuhr und uns nur mit einem Nicken willkommen hieß, als gehörten wir dazu. Das Stichwort hier ist „Palladian Classic Vicenza Tour“ – aber ehrlich gesagt fühlte es sich gar nicht wie eine klassische Tour an.
Ich bin kein großer Radfahrer, aber mit dem Palladian E-Bike glitt ich mühelos durch ruhige Gassen, bis wir plötzlich vor der Villa Capra „La Rotonda“ standen. Der weiße Stein strahlte in der Sonne, das Gras war noch nass vom Regen der Nacht. Marco ließ uns so lange verweilen, wie wir wollten – er zeigte sogar den Blickpunkt, von dem aus Kaiserin Sisi einst die Hügel betrachtete (ich hatte keine Ahnung, dass sie hier war). Später am Monte Berico eröffnet sich ein Panorama über Vicenza mit den Bergen im Hintergrund; ich versuchte ein Foto, doch es fängt nie ganz ein, wie es wirklich ist.
Das Olympische Theater war etwas ganz Besonderes – ein Moment der Stille, als das Licht für die Vorstellung gedimmt wurde, und für einen Augenblick konnte man fast die Schauspieler hinter den alten Holzkulissen flüstern hören. Zum Abschluss saßen wir in der Loggia dei Palladiani bei winzigen Espressotassen und einer kleinen Überraschung (die verrate ich nicht). Manchmal denke ich noch an diese Decke und daran, wie Marco lachte, als ich versuchte „Valmarana“ auszusprechen.
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