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Du schwimmst an geheimen Stränden bei Lipari, die nur per Boot erreichbar sind, fährst an vulkanischen Klippen Richtung Vulcano vorbei, entdeckst Meereshöhlen mit wechselndem Licht und genießt ein Mittagessen in einem ruhigen Dorf oder Hafen. Mit einem lokalen Guide, der dich abseits der Touristenmassen führt, geht es hier um besondere Momente – salzige Brisen, Lachen an Deck und Geschichten, die du nie vergisst.
Ich hätte nie gedacht, dass das Wasser rund um Lipari so klar ist – fast schon zu schön, um einfach reinzuspringen. Unser Kapitän Gianni grinste, als er meine Zweifel sah, und sagte nur: „Vai!“ Also sprang ich. Praia Vinci war unser erster Halt, ein kleiner Strand, den man nur mit dem Boot erreicht. Die Klippen wirkten riesig über uns, und eine leichte Brise trug den Duft von Salz und wilden Kräutern zu uns herab. Ich ließ mich treiben und lauschte dem Plätschern des Wassers am Boot – keine Menschenmassen, nur wir und irgendwo oben auf dem Deck ein leises Lachen.
Wir fuhren an den beeindruckenden Felsnadeln, den Faraglioni, vorbei, und Gianni zeigte mir den Arco degli Angeli. Er erzählte, wie Fischer sich etwas wünschen, wenn sie darunter durchsegeln (ich habe es versucht, aber mein Italienisch war wohl nicht ganz richtig). Der Übergang nach Vulcano fühlte sich an wie ein Schritt in eine andere Welt: Die Luft wurde schwerer, fast erdig, durch den Vulkan selbst. Wir umrundeten Orte, von denen ich vorher nie gehört hatte – das Venusbecken mit seinem ungewöhnlich blauen Wasser, dann die Horse Cave, wo das Sonnenlicht grün von den Wänden reflektierte. An einer Stelle hielten wir so nah am Ufer, dass ich winzige gelbe Blüten auf schwarzem Lavagestein sehen konnte.
Zum Mittagessen konnte man wählen – entweder Vulcano Porto oder ein winziger Platz in Gelso, wo wir schließlich gegrillten Fisch mit ein paar Einheimischen teilten, die mit dem Roller vorbeikamen. Der Wein war kalt und schmeckte nach dem ganzen Schwimmen am Vormittag noch besser (vielleicht schmeckt ja alles danach besser). Auf der Rückfahrt kuschelte ich mich in eines der Handtücher und schaute durch salzverkrustete Sonnenbrillen den vorbeiziehenden Inseln zu. Dieses Gefühl, zwischen Lipari und Vulcano zu sein, bleibt länger im Herzen, als man denkt.
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