Steig in Chioggia in ein traditionelles Topa-Boot und gleite durch stille Kanäle, die sonst nur Einheimische kennen. Erlebe salzige Luft, Einblicke in den Alltag der Fischer von Sottomarina und Geschichten, die du in keinem Reiseführer findest – dazu viel Zeit für Fotos oder einfach nur, um das Sonnenlicht auf der Lagune zu genießen.
Als ich in Chioggia auf das kleine Topa-Boot stieg, fiel mir sofort auf, wie ruhig es hier im Vergleich zu Venedig war. Die Luft roch leicht salzig und nach Fisch – nicht unangenehm, sondern echt. Unser Guide Paolo winkte uns zu, als wären wir alte Freunde (er half sogar meiner Tante mit der Tasche). Wir legten am Canal Vena ab und ich schaute immer wieder zu den Brücken hoch – manche so niedrig, dass ich automatisch den Kopf einziehen musste. Paolo zeigte auf einen alten Fischer, der vor seiner Tür Netze flickte, und ich versuchte mir vorzustellen, wie es wohl ist, das jeden Tag zu machen. Die Sonne schien schon warm, doch eine Brise von der Lagune ließ mich wünschen, ich hätte einen Hut mitgenommen.
Ich hätte nicht gedacht, dass Sottomarina vom Wasser aus so lebendig wirkt – überall Fischerboote, manche mit abblätternder Farbe, aber alle mit klarer Aufgabe unterwegs. Paolo erklärte, wie hier die Gezeiten den Tagesablauf bestimmen; das ist hier nicht nur Kulisse, sondern Lebensrhythmus. An einer Stelle hielt er das Boot an, damit wir Fotos machen konnten (mein Cousin schoss bestimmt fünfzig), während ich einfach nur das Licht beobachtete, das auf dem Wasser tanzte. Zwischen den vorbeifahrenden Booten wurde es richtig still – nur Möwen und entfernte Stimmen vom Ufer. Wir glitten auch an alten Werften vorbei, wo man den Duft von Öl und Holzstaub in der Luft roch.
Der Hauptkanal von Chioggia ist für große Touristenboote gesperrt, was die Fahrt fast geheimnisvoll machte – Einheimische winkten von Balkonen oder ignorierten uns einfach, was das Ganze umso authentischer wirken ließ. Paolo erzählte Geschichten aus seiner Kindheit hier; er lachte über seine Streiche auf den Docks. Manchmal wechselte er mitten im Satz die Sprache (sein Englisch ist super, aber er zeigt gern auch sein Französisch). Schon viel zu schnell waren wir wieder am Steg – ich hätte stundenlang weiter durch diese Kanäle treiben können. Das Licht auf dem Wasser geht mir bis heute nicht aus dem Kopf.
Chioggia ist etwa eine Stunde von Venedig mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln entfernt.
Die Tour findet auf einem traditionellen sieben Meter langen Topa-Boot statt, das Platz für bis zu fünf Gäste bietet.
Ja, Kinder sind willkommen; Kinder zwischen 2 und 3 Jahren fahren kostenlos, benötigen aber einen Sitzplatz.
Ja, auf Wunsch gibt es für jeden an Bord eine Schwimmweste.
Babys sind willkommen; unter einem Jahr müssen sie auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen.
Ja, dein Fahrer-Guide spricht fließend Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch.
Nein, Mittagessen ist nicht enthalten; Snacks kannst du mitbringen oder vor/nach der Tour essen.
Der Ablauf kann sich bei ungewöhnlich hohen oder niedrigen Gezeiten in der Lagune ändern.
Dein Tag beinhaltet die Fahrt auf einem liebevoll restaurierten Topa-Boot (für bis zu fünf Personen), unbegrenzte Fotostopps nach Wunsch, Schwimmwesten für alle auf Anfrage, einen mehrsprachigen, lizenzierten Fahrer-Guide, der die Gewässer bestens kennt – dazu bequeme Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Platz für Kinderwagen oder Assistenztiere.


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