Du wanderst mit einem privaten Guide über das wilde Eis des Sólheimajökull, kletterst echte Eiswände oder Moulins mit Profi-Ausrüstung und bekommst spannende Einblicke in die Gletschergeologie. Freu dich auf Lachen, wackelige Momente auf den Steigeisen und diese unvergleichliche isländische Frische, die du lange in Erinnerung behalten wirst.
Die Tour umfasst etwa 20 Minuten Fußweg pro Strecke plus Kletterzeit; insgesamt solltest du mehrere Stunden einplanen, inklusive Ausrüstung anlegen.
Ja, Helme, Gurte, Steigeisen und Eispickel sind für alle Teilnehmer dabei.
Deine Schuhe werden vor Ort geprüft; falls sie nicht geeignet sind, kannst du dir passende Schuhe direkt nebenan ausleihen, bevor es losgeht.
Die Gruppe ist auf vier Personen begrenzt, damit die Betreuung persönlich und intensiv bleibt.
Nein, Mittagessen ist nicht enthalten; Snacks kannst du gerne selbst mitbringen.
Die Tour ist nicht geeignet für Schwangere, Menschen mit Rückenproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Ja, ein erfahrener lokaler Guide begleitet dich, kennt sich mit Gletscher-Sicherheit und der Geologie der Region bestens aus.
Je nach Bedingungen und Fitness kletterst du vertikale Eiswände oder in Moulins und Spalten.
Dein Tag beinhaltet die komplette technische Ausrüstung – Helm, Gurt, Steigeisen und Eispickel – sowie die fachkundige Begleitung eines Einheimischen, der jeden Riss und jede Geschichte auf der sich ständig verändernden Oberfläche des Sólheimajökull kennt. Vor dem Start werden die Schuhe kontrolliert; falls deine nicht passen, kannst du direkt nebenan passende ausleihen, bevor es gemeinsam auf den Gletscher geht.
Unsere Stiefel schlugen auf Kies, als wir aus dem Van am Sólheimajökull stiegen – ich war noch mit meinem Klettergurt beschäftigt, als unser Guide Jón begann, die Schuhe aller zu checken. Er blickte skeptisch auf meine und schüttelte den Kopf, also ging ich schnell nebenan neue Schuhe leihen. (Ganz ehrlich? Allein für den besseren Halt hat es sich gelohnt.) Wir zogen uns an in einer seltsamen Mischung aus konzentrierter Ruhe – Helme, Gurte, das Klicken der Steigeisen – dann reichte uns Jón die Eispickel. So ein Ding hatte ich noch nie in der Hand. Es fühlte sich schwerer an als gedacht, kalt durch die Handschuhe.
Der Weg zum Gletscher dauerte etwa zwanzig Minuten, doch es kam mir kürzer vor, weil Jón ständig auf kleine Details zeigte – schwarze Ascheschichten aus früheren Ausbrüchen, blaue Adern, die unter der Oberfläche flossen. Und da war dieser Geruch: scharf und klar, fast metallisch. Als wir schließlich auf den Gletscher traten, veränderte sich der Untergrund komplett – knirschend und gleichzeitig rutschig. Wir liefen hinter Jón im Gänsemarsch. Er zeigte uns, wie wir die Füße richtig eintreten, damit wir nicht ausrutschen (ich bin trotzdem fast hingefallen; meine Freundin lachte so sehr, dass sie fast ihren Pickel fallen ließ).
Auf dem Plateau suchte er sich eine Stelle an einem tiefen Moulin aus – so eine Art Eisschlund, der schier endlos nach unten zu führen schien. Dort, mit dem Wind, der an meiner Jacke zerrte, fühlte ich mich winzig – aber auf eine gute Art. Das Klettern an der Wand war schwerer als gedacht; nach zwei Versuchen waren meine Arme wie Pudding, aber gleichzeitig voll Adrenalin. Jón rief auf Isländisch aufmunternde Worte – die meisten verstand ich nicht, doch sein breites Grinsen sagte alles. Am Ende waren wir alle verschwitzt und irgendwie stolz, auch wenn keiner von uns dabei besonders elegant aussah.
Ich denke immer wieder an dieses Geräusch: Steigeisen, die ins blaue Eis beißen, während sonst nur Wind und Atem zu hören sind. Auf dem Rückweg sprach kaum jemand – nicht aus Erschöpfung, sondern weil wir das Erlebte erst mal sacken lassen wollten.
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