Erlebe eine Fahrt mit der historischen Bergbahn von Nice in die Alpen, wandere durch Sandsteinwälder bei Annot oder Entrevaux, erklimme eine alte Festung mit grandiosem Ausblick und genieße ein Mittagessen im Bergdorf. Schlammige Schuhe, echte Geschichten und Momente, die lange nachwirken.
Fast hätte ich im Bahnhof von Nice den falschen Zugwagen erwischt – diese „große blaue Tür“ ist morgens, wenn man noch halb schläft und nur an Kaffee denkt, gar nicht so leicht zu finden. Der Bahnhof war schon voller Leute, die Croissants holten und sich unterhielten – dieses typische französische Markttreiben, halb Lachen, halb Feilschen. Unser Guide Luc winkte uns zu, grinste und gab gleich eine Wetterwarnung mit auf den Weg („Zieh besser was Warmes an – glaub mir“). Ich mochte ihn sofort.
Die Bergbahn tuckerte gemächlich los, schlängelte sich aus Nice hinaus in die Alpen. Kein moderner TGV, sondern eher ein alter Kumpel, der gemütlich am Var-Fluss entlang rumpelt. Luc zeigte uns alte Grenzsteine zwischen Frankreich und Savoyen. Die Fenster beschlugen kurz, ich wischte einen Kreis frei und sah gerade noch, wie steile Felsen in grüne Täler abfielen. Es roch nach nassem Stein und Kiefernnadeln, als wir schließlich in Annot ausstiegen – oder war es Entrevaux? Nach all den Tunneln war ich mir nicht mehr sicher.
Die Wanderung durch den Wald war anstrengender als gedacht (hätte auf Luc hören sollen und feste Schuhe mitnehmen). An einer Stelle quetschten wir uns zwischen riesige Sandsteinblöcke – die nennen das „Meteorregen“, klingt dramatisch, passt aber perfekt, wenn man drinsteht. Meine Hände wurden rau und kalt. Unter uralten Kastanienbäumen machten wir Pause; jemand meinte, die seien hunderte Jahre alt. Für einen Moment herrschte nur Stille, außer unserem Atem und dem Vogelgezwitscher über uns. Das Mittagessen war bei Lucs Geheimtipp – nichts Aufwendiges, aber das Omelett schmeckte, als käme es direkt vom Bauernhof.
Entrevaux selbst wirkte wie aus einem Märchen: Zugbrücke, verwinkelte Gassen, eine Kathedrale, die selbst tagsüber noch nach Kerzenwachs duftet. Der Aufstieg zur Festung hat mich fast umgehauen (150 Meter bergauf sind kein Pappenstiel), doch oben angekommen, mit Wind im Gesicht und Blick über das Var-Tal… ja, diesen Ausblick vergesse ich nicht so schnell. Auf der Rückfahrt waren alle müde, aber auf die gute Art – die Beine schwer, der Kopf klar. An meiner Haltestelle bin ich fast vorbeigefahren, weil ich noch von den Kastanienbäumen geträumt habe.
Die Tour dauert fast den ganzen Tag – Abfahrt um 7:30 Uhr in Nice, Rückkehr gegen 19 Uhr mit dem Bus, wenn beide Dörfer besucht werden.
Ja, ein Mittagessen in einem lokalen Restaurant in Entrevaux oder Annot ist im Preis enthalten.
Ja, für die Wanderabschnitte und den Aufstieg zur Festung (ca. 150 Meter bergauf) ist eine gute körperliche Verfassung nötig.
Im Herbst und Winter kann sich die Route ändern; dann wird eventuell nur ein Dorf besucht.
Nein, der Treffpunkt ist nur am Bahnhof Gare des Chemins de Fer de Provence (große blaue Tür).
Ja, die Wanderung ist optional; bei Höhenangst oder anderen Bedenken gibt es je nach Saison und Wetter Alternativen.
Ja, Hin- und Rückfahrkarten sind im Tourpaket enthalten.
Die Tour ist nicht für Schwangere oder Personen mit Rücken- oder Herzproblemen empfohlen; eine moderate Fitness ist Voraussetzung.
Dein Tag beinhaltet Hin- und Rückfahrt mit der historischen Bergbahn von Nice in die Alpen, ganztägige Begleitung durch einen lokalen Guide, Eintritt in die mittelalterlichen Dörfer inklusive Entrevaux’ Festung (wenn du den Aufstieg schaffst) sowie ein Mittagessen in einem ausgewählten Restaurant. Die Rückfahrt erfolgt je nach Saison mit Bus oder Bahn.


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