Spüre den kühlen Sprühnebel des Jägala Wasserfalls auf der Haut, wandere über stille Bohlenwege durch das wilde Viru Moor, tauche ein in ein altes Herrenhaus voller Geschichten und atme zum Abschluss die salzige Luft eines Küstendorfs – alles mit einem lokalen Guide, der deine kleine Gruppe durch Lahemaas ruhige Ecken führt.
Das Erste, woran ich mich erinnere, ist das Geräusch – nicht nur Wasser, sondern dieses tiefe Grollen, das man im Brustkorb spürt, bevor man den Jägala Wasserfall überhaupt sieht. Unsere Guide Maarja grinste, als sie mein Gesicht sah. „Acht Meter sind nicht Niagara“, sagte sie, „aber es ist unser Wasserfall.“ Die Luft war frisch und kalt, roch ein bisschen nach nassem Stein und Kiefernnadeln. Ich kam näher als geplant und hatte am Ende nasse Schuhe. Aber das war es wert.
Danach fuhren wir tiefer hinein ins Lahemaa-Gebiet zum Viru Moor. Hier war es ruhiger – nur das Knarren des Bohlenwegs unter unseren Füßen und das entfernte Rufen von Vögeln. Maarja zeigte uns winzige Sonnentau-Pflanzen, die am Moos klebten (eine fleischfressende Pflanze hatte ich vorher nie gesehen), und jemand aus der Gruppe versuchte, den estnischen Namen auszusprechen. Wir lachten alle, denn es klang ganz anders als bei Maarja. Der Blick vom Aussichtsturm war unglaublich – dunkle Wasserflächen, die wie Spiegel über das Moor verteilt waren. Da dachte ich sofort an „Tagesausflug Lahemaa“, denn das fühlte sich schon ganz weit weg von Tallinn an.
Eigentlich hatte ich nicht viel für Herrenhäuser übrig, aber Palmse hat mich überrascht. Die Dielen knarrten und waren an manchen Stellen uneben; wenn man lange genug stillstand, konnte man fast die alten Feste durch die Flure hallen hören. Es lag ein leichter Duft von Holzpolitur in der Luft, gemischt mit etwas Süßem aus der Küche (vielleicht Apfelkuchen?). Maarja erzählte von den baltisch-deutschen Familien, die hier lebten – manche Geschichten fröhlich, andere weniger. Zum Mittagessen hielten wir in der Nähe an (nicht inklusive), einfache, aber leckere Kost nach all dem Wandern.
Der letzte Halt war das Dorf Käsmu – Wind vom Meer, Boote am Ufer, Holzhäuser mit abblätternder Farbe in Farben, die ich nicht benennen kann. Ein alter Mann nickte uns zu, als wir vorbeigingen; er schien schon ewig dort zu wohnen. Ich schlenderte eine Weile am Strand entlang und dachte darüber nach, wie still hier alles war im Vergleich zum Trubel in Tallinn. Diese Ruhe blieb mir am meisten im Gedächtnis.
Die Tour dauert einen ganzen Tag, mit Abfahrt am Morgen und Rückkehr am Abend.
Nein, das Mittagessen ist nicht im Preis enthalten, aber es gibt eine Pause an einem lokalen Restaurant.
Du besuchst den Jägala Wasserfall, wanderst auf dem Viru Moor Pfad, besichtigst entweder das Herrenhaus Palmse oder Sagadi und machst Halt im Dorf Käsmu oder Altja.
Ein Hoteltransfer wird nicht angeboten; die Treffpunkt-Details erhältst du nach der Buchung.
Ja, Einzelreisende können mitmachen, wenn für das Datum bereits andere Teilnehmer gebucht sind.
Ja, Babys können im Kinderwagen mitfahren; spezielle Babysitze sind vorhanden.
Mückenschutz (im Sommer) und eventuell Badebekleidung, falls du in den Moorseen schwimmen möchtest.
Je nach Saison oder Gruppenvorliebe besuchst du entweder Palmse oder Sagadi – pro Tour nur eines.
Dein Tag umfasst gemeinsame Gruppentransfers in einem klimatisierten Fahrzeug sowie die Begleitung durch einen Guide durch Lahemaas Wälder, Wasserfälle, Herrenhäuser und Dörfer – du musst nur bereit sein für frische Luft und spannende Geschichten unterwegs.


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