Probier Rieslinge direkt aus historischen Kellern im Rheintal, lach beim Mittagessen in Rüdesheim und genieße die Flusskurven mit spannenden Geschichten. Freu dich auf persönliche Begegnungen mit Winzern, viele Verkostungen und genug Zeit, das alles wirken zu lassen – vielleicht mit einem Lächeln, das sich kaum übersetzen lässt.
Dein Tag umfasst die Abholung vom Hotel in Frankfurt oder Mainz, private Fahrt durch die Weinberge, geführte Besuche in zwei bis drei Weingütern mit jeweils über acht Weinen zur Verkostung, ein entspanntes Mittagessen in einer Weinstube (Schnitzel oder Käseplatten), Wasserflaschen nach Bedarf, Fährtickets über den Rhein und Unterstützung beim Versand deiner Lieblingsweine – alles rechtzeitig zurück zum Abendessen.
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Der erste Halt war ein beeindruckendes Anwesen – 900 Jahre alt, was man kaum fassen kann, wenn man unter den knarrenden Holzbalken steht. Wir probierten einen trockenen Riesling, der nach frischen Äpfeln und Schiefer schmeckte, und ich schwöre, kurz bevor er den Gaumen traf, roch ich sogar Geißblatt. Jens erklärte, wie der Boden hier alles verändert. Man sah ihm an, wie aufmerksam er dem Winzer zuhörte – fast so, als würde er für uns übersetzen, aber auch für sich selbst.
Mittagessen gab’s in einer Weinstube in Rüdesheim – für die meisten Schnitzel, für die Vegetarier Käseplatten. Es hat etwas Beruhigendes, mit Leuten, die man gerade erst kennengelernt hat, einfaches Essen zu teilen, alle leicht beschwingt von zehn verschiedenen Weinen vor 14 Uhr. Die Fährfahrt danach war ganz entspannt; ich lehnte mich ans Geländer und sah zu, wie Frachtschiffe an halb verschlafenen Burgen im Nachmittagslicht vorbeizogen. Lustig, wie man nach ein paar Gläsern langsamer denkt – oder vielleicht wirkt einfach der Fluss seine Magie.
Zum Abschluss ging’s zu einem Familienweingut, versteckt in einer der „tausend Hügel“, auf die Jens immer wieder zeigte. Ihr Spätburgunder roch erdig – wie nasses Laub nach Regen. Ich bat (nicht ganz fehlerfrei) auf Deutsch um ein weiteres Glas und bekam ein Lachen von der Tochter des Besitzers. Ich denke noch oft an den Blick über die Reben, als wir zurück nach Frankfurt fuhren, alle mal still und zufrieden.
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