Unter schattigen Bäumen schlenderst du durch Shanghais Französische Konzession, wirfst einen Blick in historische Shikumen-Häuser, lachst mit deinem Guide über Sprachpatzer und entdeckst kreative Gassen voller Geschichten von damals und heute. Momente, die lange nachklingen – mal still, mal voller Leben.
Kaum hatten wir die Huaihai Road verlassen, wurde es plötzlich ruhiger und die Bäume schlossen sich dicht über uns – ganz anders als ich mir das Zentrum von Shanghai vorgestellt hatte. Unsere Guide Li winkte uns in eine Seitenstraße, gesäumt von diesen alten Platane-Bäumen (so nannte sie sie zumindest), deren Blätter ein gesprenkeltes grünes Licht auf den Gehweg warfen. Sie zeigte uns ein Haus, in dem Zhou Enlai einst bei Tee mit Freunden zusammenkam – ehrlich gesagt bin ich schon oft an solchen Orten vorbeigegangen, ohne zu ahnen, welche Geschichten sie bergen. Aus einer kleinen Bäckerei in der Nähe wehte der Duft frisch gebackenen Brots, vermischt mit dem typischen Dieselgeruch der Stadt. Es fühlte sich an, als würden wir beim Überqueren der Straße durch die Jahrzehnte reisen.
Die Tour durch die Französische Konzession überraschte mich immer wieder – mal blickten wir ins Shikumen Open House Museum, streichelten die kühlen Steintüren (Li scherzte, dass diese Türen mehr Geheimnisse kennen als die meisten Menschen), und im nächsten Moment standen wir auf einer belebten Straße, die manche „Oriental Champs-Élysées“ nennen. Der Kontrast war krass: Alte Männer spielten Karten in den Gassen, während um die Ecke luxuriöse Boutiquen lockten. Einmal versuchte Li uns beizubringen, wie man „Sinan Mansions“ auf Mandarin sagt; ich habe es total verhauen und sie lachte so sehr, dass sie fast ihren Regenschirm fallen ließ. Dieser Moment blieb mir mehr im Kopf als jede Architekturinfo.
Gegen Ende schlenderten wir durch Tianzifang – enge Gassen voller Ateliers und Kaffeedüfte, die aus offenen Fenstern wehten. Es war voll, aber trotzdem gemütlich. Ein einheimischer Künstler winkte uns in seinen Laden, um uns seine Skizzen vom Viertel vor zwanzig Jahren zu zeigen. Ich denke noch immer darüber nach, wie viel sich hier verändert hat – und wie viel eben auch nicht. Wenn du in Shanghai einen Ausflug suchst, der sich nicht wie ein Abhaken von Sehenswürdigkeiten anfühlt, sondern wie ein Eintauchen in den Alltag anderer für ein paar Stunden – dann ist das genau das Richtige.
Die Tour dauert insgesamt etwa 3 Stunden.
Ja, dein Guide spricht Englisch und begleitet dich während der gesamten Tour.
Du besuchst unter anderem das Shikumen Open House Museum, Sinan Mansions, Tianzifang, Culture Square und weitere historische Straßen.
Nein, ein Hoteltransfer ist nicht enthalten; Treffpunkt ist zentral in der Französischen Konzession.
Es sind keine Mahlzeiten inklusive, aber unterwegs gibt es viele Cafés und Läden für einen Snack.
Du zahlst nur eine Buchungsgebühr online, das Trinkgeld für den Guide gibst du am Ende nach eigenem Ermessen.
Ja, die Route ist kinderwagenfreundlich und für alle Altersgruppen geeignet.
Online kannst du Gruppen bis zu 4 Personen buchen; für größere Gruppen bitte Privatarrangements anfragen.
Dein Tag beinhaltet einen freundlichen englischsprachigen Guide, der dich durch die Viertel der Französischen Konzession führt und an jedem Stopp spannende Geschichten erzählt. Du besuchst zu Fuß Orte wie das Shikumen Open House Museum, Sinan Mansions, Culture Square und Tianzifang – mit genug Zeit für Fragen oder einen kleinen Snack zwischendurch, bevor du wieder am Ausgangspunkt ankommst.


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