Begib dich mit zertifizierten Guides auf die Villarrica-Besteigung und spüre den Wechsel vom Waldpfad bis zum verschneiten Gletscher unter deinen Füßen. Freu dich auf echte Bergausrüstung, Gletscherüberquerung, beeindruckende Kraterblicke – und eine rasante Schneerutsche zurück, die dir noch lange ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
„Die wirst du brauchen“, sagte Diego grinsend und reichte mir ein Paar Steigeisen, die viel ernster aussahen, als ich mich fühlte. Es war noch früh und kalt in Pucón, doch Diego und die anderen Guides bewegten sich, als wäre es ein ganz normaler Dienstag. Wir stiegen in den Van, die Stiefel und Ausrüstung klapperten, alle waren eher still – bis auf einen Chilenen, der Witze über sein schweres Frühstück riss. Die Fahrt zum Villarrica Vulkan dauerte länger als gedacht – etwa eine Stunde – doch je größer der Vulkan durchs Fenster wurde, desto mehr spürte ich, dass gleich etwas Besonderes passiert. Ich schnupperte immer wieder nach Schwefel, roch aber vor allem feuchte Erde und das kalte Metall meiner Handschuhe.
Der erste Abschnitt ist fast gemütlich – mit Wanderstöcken, plaudernd und versucht, nicht zu oft nach oben zu schauen, denn der Gipfel liegt... nun ja, weit oben. Unser Guide zeigte uns alte Lavafelder und erzählte, dass Villarrica einer der aktivsten Vulkane Südamerikas ist (später gegoogelt: 2.847 Meter). Sobald wir die Schneelinie erreichten, änderte sich alles. Steigeisen an, Eispickel in die Hand, jeder Schritt wurde vorsichtiger. Der Wind frischte auf, ich hörte nur noch das Knirschen der Stiefel und jemanden summen hinter mir (wer das war, hab ich nie herausgefunden). Dieses seltsame Gefühl aus Nervosität und Ruhe – so fühlt es sich wohl an, wenn man mit Fremden halb auf einem Vulkan steht und sie langsam zu Teamkameraden werden.
Der letzte Anstieg zum Kraterrand war hart – ich will nicht lügen. Meine Beine brannten, das Gesicht stach vom eisigen Wind. Doch dann standen wir am Rand und blickten in die Fumarole – Rauch stieg auf, scharf und fast süßlich im Geruch. Einer der Guides meinte, mit Glück könne man sogar Magma sehen. Wir hatten kein Glück, aber ehrlich gesagt war mir das egal; allein der Anblick der verstreuten Seen unten ließ mich laut lachen (was ich auch tat). Der Abstieg war pures Vergnügen – auf kleinen Schneerutschen ins Tal sausen und dabei Quatsch auf Spanisch rufen. Meine Handschuhe wurden nass, aber das störte mich überhaupt nicht.
Die Besteigung dauert insgesamt etwa 5 Stunden, inklusive Transfer von Pucón.
Ja, alle nötige Bergausrüstung ist inklusive: Stiefel, Steigeisen, Eispickel, Helm, Rucksack, warme Kleidung und mehr.
Nein, Vorerfahrung ist nicht nötig, aber eine moderate Fitness solltest du mitbringen; erfahrene Guides begleiten dich die ganze Zeit.
Bei gutem Wetter gibt es Panoramablicke auf Seen und Vulkane; manchmal sieht man Fumarolen-Aktivität oder sogar Magma im Krater.
Ja, der Transfer von Pucón zum Villarrica Vulkan und zurück ist im Preis enthalten.
Ein natürlicher Drink ist inklusive, Mahlzeiten sind nicht vorgesehen; Snacks kannst du mitbringen.
Nein, wegen der körperlichen Anforderungen wird Schwangeren von der Teilnahme abgeraten.
Ja! Ein Teil des Abstiegs erfolgt auf Schneerutschen – das ist optional, aber sehr zu empfehlen.
Dein Tag beginnt mit der Abholung in Pucón und dem Hin- und Rücktransfer zum Villarrica Vulkan. Zertifizierte Bergführer stellen dir die komplette technische Ausrüstung – Stiefel, Steigeisen, Eispickel, Helm – sowie warme Kleidung zur Verfügung. Der Parkeintritt ist ebenfalls inklusive. Unterwegs gibt es einen natürlichen Drink, bevor du nach deinem aufregenden Gletscherabenteuer wieder ins Tal zurückkehrst.


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