Wandere mit einem lokalen Guide durch Tijucas Regenwaldpfade, vorbei an Wasserfällen und Tieren, bis zum höchsten Punkt Rios mit spektakulärer Aussicht. Zum Abschluss kannst du dich im Wasserfall abkühlen oder am Strand entspannen – müde Beine, neue Geschichten und dieses besondere Gefühl, Rio von oben gesehen zu haben, sind garantiert.
Die Wanderung ist mittelschwer mit einigen steilen und felsigen Stellen kurz vor dem Gipfel; eine gute Grundfitness ist empfehlenswert.
Ja, die Abholung vom Hotel oder Apartment im angegebenen Bereich in Rio ist inklusive.
Wasser, bequeme Kleidung, Trekking- oder Sportschuhe, Sonnencreme und einen Badeanzug, falls du am Wasserfall schwimmen möchtest.
Ja, du kannst Affen (wie Marmosets), Vögel, Faultiere und andere Tiere entlang der Wege entdecken.
Unter der Woche geht es zur Vista Chinesa; am Wochenende, wenn diese geschlossen ist, zum Strand von São Conrado.
Nein, Mittagessen ist nicht enthalten; bring am besten Snacks mit oder iss vorher/nachher.
Die Tour dauert etwa einen halben Tag, inklusive Transport und Wanderzeit.
Wenn du eine moderate Fitness hast und eine Stunde oder länger bergauf laufen kannst, ja – für absolute Anfänger kann es etwas anspruchsvoll sein.
Dein Tag beginnt mit direkter Abholung am Hotel (kein Treffpunktstress), alle Eintrittsgelder für den Tijuca-Park sind inklusive. Dein Guide spricht Englisch, Spanisch oder Portugiesisch. Nach der Wanderung zum Tijuca Peak mit Wasserfällen und Regenwaldblick hast du Zeit für ein erfrischendes Bad am Baronesa-Wasserfall oder kannst am Strand von São Conrado entspannen, bevor es zurück nach Rio geht.
Kaum hatte ich meinen Kaffee ausgetrunken, stand unser Guide Felipe pünktlich vor der Tür – mit einem Grinsen, als wäre er schon zweimal auf dem Berg gewesen. Die Fahrt in den Tijuca-Park fühlte sich an wie ein Entkommen aus dem Trubel Rios in eine grüne Stille. Die Luft roch anders – feuchte Blätter, etwas Süßliches, das ich nicht ganz einordnen konnte. Unser erster Halt war der Mirante das Canoas; es war ruhig, nur ein paar Einheimische unterhielten sich über Fußball (ich schnappte „Flamengo“ und ein paar Lacher auf). Von dort sieht man den Strand von São Conrado ganz unten, dieses Blau, das sich gegen den Wald abhebt – ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass das so nah wirkt.
Der Weg zum Tijuca Peak ist kein Spaziergang, aber Felipe lenkte uns mit Geschichten ab – von Affen, die Snacks klauen, und wie der Park früher mal Kaffeeplantagen waren (das hätte ich nie vermutet). Je höher wir kamen, desto kühler wurde die Luft. Plötzlich raschelte es im Gebüsch – eine Gruppe winziger Marmoset-Affen huschte vorbei. Meine Beine brannten, aber ich mochte das Gefühl. Der letzte Abschnitt war steinig, da musste man auch mal die Hände zur Hilfe nehmen. Oben auf 1.021 Metern angekommen, blieb ich kurz stehen und saugte die Aussicht auf: Rios Skyline, die Strände, die sich um die Stadt schmiegen, Wolken, die schnell vorbeiziehen. Jemand reichte mir ein Stück Ananas, das nach dem Aufstieg fast prickelnd schmeckte.
Der Abstieg war ruhiger. Wir machten Halt an der Taunay-Wasserfall – 40 Meter hoch und so laut, dass man schreien muss, wenn man einen Witz erzählen will (Felipe hat’s trotzdem versucht). Einige zogen die Schuhe aus und wateten ins Wasser, ich setzte mich auf einen Stein und ließ die Füße kalt werden, bis sie taub waren. Unter der Woche ging es noch zur Vista Chinesa – diese geschwungenen Dächer mit Blick auf die Guanabara-Bucht sehen live noch beeindruckender aus als auf jedem Foto. Am Wochenende, wenn die Vista Chinesa geschlossen ist, landet man stattdessen am Strand von São Conrado und schaut den Drachenfliegern beim Landen auf dem Sand zu. Egal wie, bis dahin klebt das Shirt am Rücken und man denkt nur noch daran, direkt ins Meer oder unter einen weiteren Wasserfall zu springen.
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