Begleite einen Einheimischen durch Manamas lebhaften Souq und probiere zehn verschiedene bahrainische und indische Gerichte in bunten, lebhaften Gassen. Freu dich auf spontane Häppchen (manchmal bevor du weißt, was es ist), lustige Momente mit falscher Aussprache und echte Geschichten hinter jedem Halt. Das hier ist mehr als Essen – es ist Teilen, Leute treffen und Manama für einen Nachmittag wirklich spüren.
Hast du dich schon mal gefragt, wie Kardamom riecht, wenn er nicht im Kaffee steckt? So begann meine Bahrain Food Tour – direkt vor dem Eingang zum Manama Souq, wo die Luft vor Gewürzen knistert und Händler laut auf Arabisch rufen. Unser Guide Sami winkte uns mit einem breiten Grinsen zu und drückte mir etwas Gebackenes und Goldbraunes in die Hand, bevor ich überhaupt fragen konnte, was es war. Ich weiß bis heute nicht genau, was da drinsteckte (er nannte es „Samboosa“, aber meine Aussprache ließ ihn wohl kurz zusammenzucken), doch es war heiß, knusprig und in zwei Sekunden weg.
Wir tauchten tiefer in den Markt ein – ehrlich gesagt verlor ich völlig das Zeitgefühl, so viele Stopps gab es. An einer Ecke drehte sich alles um Indien: Wände in allen erdenklichen Farben, Bollywood-Musik, die aus einer Tür drang, und der Duft von Kreuzkümmel, der sich mit Räucherwerk mischte. Sami erzählte, dass dieser Teil des Souqs der indischen Gemeinschaft gewidmet ist, die hier seit Generationen lebt. Er zeigte uns einen winzigen Laden, wo wir etwas Süßes und Klebriges probierten (Jalebi? Ich glaube schon), während ein älterer Herr hinter dem Tresen uns zwinkernd ansah, als wüsste er genau, dass wir süchtig werden würden.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell so satt werde – man sagt ja, man soll „immer noch Platz fürs Essen lassen“, aber nach fünf oder sechs Verkostungen viel das schwer. Zwischendurch lehnten wir uns einfach mal an eine Wand, tranken Wasser und lachten darüber, wie wir versuchten, Zutaten zu erraten. Es war nicht schick oder inszeniert; manchmal standen wir einfach da oder gaben Teller weiter an Fremde, die am Ende viel weniger wie Touristen wirkten. Das Beste? Sami zuzuhören, wie er von seiner Kindheit erzählt – von seinem Lieblingssnack oder welcher Bäckerei das weichste Brot hat (er beteuert, da sei er völlig objektiv). Ich denke noch oft an diese Gasse, beleuchtet von Neonlichtern und Laternen, mit all den Stimmen, die sich vermischten.
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