Du tauchst ein in die Alice Springs School of the Air und siehst hautnah, wie Fernunterricht im Outback funktioniert. Erlebe eine Live- oder Aufzeichnungsstunde, höre Geschichten von Guides, die die Familien kennen, und entdecke Erinnerungsstücke, die Jahrzehnte des Lernens über Distanz lebendig machen. Das ist überraschend persönlich – und die Stimmen bleiben dir lange im Kopf.
Dein Ticket beinhaltet den Eintritt ins Besucherzentrum der Alice Springs School of the Air, eine Führung durch einen lokalen Guide sowie die Mehrwertsteuer. Du siehst einen Film zur Geschichte der Schule und erlebst eine Live- oder aufgezeichnete Unterrichtsstunde, bevor du Erinnerungsstücke entdeckst und vielleicht im Souvenirladen noch ein kleines Andenken findest.
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Alle Bewertungen lesen ›Nie hätte ich gedacht, dass ich meinen Morgen damit verbringe, Kindern beim Lernen über das Radio zuzusehen – und doch standen wir genau da: im Besucherzentrum der Alice Springs School of the Air, umgeben von alten Radios, die wie Ausstellungsstücke wirkten. Unser Guide Pete, mit seinem trockenen Humor aus dem Northern Territory, grinste, als er uns von „dem größten Klassenzimmer der Welt“ erzählte. Die Luft roch nach Staub von draußen, vermischt mit dem leichten Duft von Marker und Teppich. Plötzlich vibrierte ein Handy – für einen Moment fühlte es sich an, als hätten wir gerade etwas Wichtiges unterbrochen – was ja irgendwie auch stimmte.
Pete zeigte uns einen kurzen Film, der erklärte, wie früher der Unterricht über knisternde Funkwellen zu Kindern kam, die hunderte Kilometer entfernt lebten. Man konnte das Rauschen fast im Kopf hören. Dann führte er uns in eines der Studios – nur Glas, Mikrofone und ein großer Bildschirm mit einer Karte, auf der Punkte quer durchs Outback verteilt waren. Wir durften eine Live-Stunde miterleben; ich hätte nie gedacht, dass ich so neugierig werde, wenn ich Kinder höre, die von so weit entfernten Farmen anrufen, dass man nicht mal den Rauch der Nachbarn sehen kann. Der Lehrer rief die Namen so, als stünden sie direkt nebenan. Das war auf eine seltsame Weise sehr berührend.
Danach schlenderten wir durch Ausstellungen mit alten Schulbüchern und Briefen, manche noch mit roten Erdspuren. Im kleinen Souvenirladen konnte ich nicht widerstehen und kaufte eine Postkarte mit Kängurus, die Kopfhörer tragen. Pete erzählte Geschichten von Schülern, die erst in der Highschool je ein richtiges Klassenzimmer betreten hatten. Er lachte, als jemand fragte, ob er selbst schon mal per Radio unterrichtet habe („Ich glaube, niemand würde meinen Akzent verstehen“, meinte er). Ich denke immer noch an diese Stimmen, die da draußen jeden Tag irgendwie zueinanderfinden.
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