Du paddelst oder treibst durch die wilden Kalksteinkorridore des Osumi Canyon mit lokalen Guides, die jede Kurve und Legende kennen. Kaltes Wasser an den Händen, Lachen nach Klippensprüngen (wenn du dich traust) und ein einfaches Mittagessen, das nach Stunden auf dem Fluss noch besser schmeckt. Kein schickes Programm – echtes Abenteuer, das du lange im Kopf behältst.
Kennst du diesen halb wachen Moment, wenn du nicht sicher bist, ob das Geräusch draußen Regen ist oder einfach nur der Fluss, der fließt? So begann es für mich – in einem Neoprenanzug am Ufer des Osumi Canyon, der Helm leicht schief auf dem Kopf. Unser Guide Edi grinste uns an, als wüsste er genau, was gleich passiert (hat er auch). Das Wasser war kälter als erwartet – fast schon scharf an den Fingern – aber ehrlich gesagt hat es mich besser geweckt als Kaffee. Wir starteten in Çorovodë, und die Klippen erhoben sich rund um uns, blasses Gestein mit kleinen grünen Flecken, die an unmöglichen Stellen klebten.
Je nach Jahreszeit geht’s entweder zum Rafting (Februar bis Juni) oder Tubing (Juni bis Oktober). Ich war Ende Frühling unterwegs und hatte so die volle Osumi Canyon Rafting-Tour – 12 Kilometer paddeln an Wasserfällen vorbei, die plötzlich aus dem Nichts auftauchen. An einer Stelle zeigte Edi auf einen Felsen, der wie ein schlafender Löwe aussieht – vielleicht braucht man dafür etwas albanische Fantasie. Wir machten Halt zum Schwimmen, genau dort, wo die Sonne das Wasser perfekt erwärmte. Ich wollte von der Klippe springen, habe dann aber doch gezögert; jemand anderes sprang und bekam dafür Applaus. Die Luft roch leicht süßlich, fast wie zerdrückte Wildkräuter unter den Füßen.
Das Mittagessen war einfach, aber lecker – lokaler Käse, Tomaten, die wirklich nach Tomate schmecken, und Brot, noch warm und frisch von irgendwo aus der Nähe. Alle waren ein bisschen sonnenverbrannt und müde auf diese gute Art, bei der die Arme schwer, der Kopf aber leicht ist. Es gab Geschichten über alte Legenden aus diesen Schluchten – ich habe nur die Hälfte verstanden, weil mein Albanisch quasi nicht vorhanden ist (Edi hat versucht, uns ein paar Wörter beizubringen; ich glaube, ich habe jedes einzelne verhauen). Fotos kamen später – irgendjemand schafft es immer, dein verrücktestes Gesicht mitten beim Paddeln einzufangen.
Ich denke noch oft daran, wie still es manchmal zwischen den Stromschnellen wurde – so eine Stille, bei der du dein eigenes Herz an den Felswänden widerhallen hörst. Wenn du auch nur ein bisschen neugierig auf Albaniens wilde Seite bist, lohnt sich dieser Tagesausflug ab Berat auf jeden Fall. Nicht immer läuft alles perfekt (ich habe eine Sandale verloren), aber vielleicht macht das gerade den besonderen Reiz aus.
Das Mittagessen ist nur bei der kompletten Tour inklusive, die den Transfer ab Berat beinhaltet.
Rafting findet von Februar bis Juni statt, wenn der Fluss Hochwasser führt; Tubing wird von Juni bis Oktober angeboten.
Die Tour startet je nach Buchung entweder in Berat oder Çorovodë.
Der Transport ab Berat ist inklusive, wenn du diese Option bei der Buchung wählst.
Ja, professionelle Flussguides stellen Helme, Schwimmwesten und saisonale Neoprenanzüge für alle Teilnehmer bereit.
Die Tour ist sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Rafter geeignet; die Guides sorgen für Sicherheit während der gesamten Tour.
Die Tour wird Schwangeren sowie Personen mit Rücken- oder Herz-Kreislauf-Problemen nicht empfohlen.
Die Rafting-Strecke beträgt etwa 12 Kilometer durch den Canyon.
Dein Tag beinhaltet alle nötige Sicherheitsausrüstung – Helm, Schwimmweste, bei Bedarf Neoprenanzug – sowie je nach Saison Rafting- oder Tubing-Equipment. Die Abholung ab Berat kann bei Buchung dazugebucht werden. Bei Touren ab Berat ist ein frisches, lokales Mittagessen inklusive. Außerdem bekommst du Fotos und Videos, die dein Guide unterwegs macht, bevor es am Ende des Tages zurückgeht.


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