Tauche in eiskalte Becken, seile dich mit einem lokalen Guide den Prysor-Wasserfall ab, rutsche wilde Naturbahnen hinunter und stell dich tiefen Sprüngen in Snowdonias wilden Schluchten. Lachen hallt von den Felswänden und Momente bleiben unvergessen, lange nachdem du wieder trocken bist.
Ich hätte nie gedacht, dass ich meinen Tag in Snowdonia damit beginne, rückwärts in ein Becken zu fallen – „Engelssturz“, wie unser Guide Tom es nannte. Das Wasser war kälter als erwartet (wie ein Gehirnfrost für den ganzen Körper), aber nach dem ersten Schock grinste ich wie ein Honigkuchenpferd. Tom lachte und meinte, so merkt man, dass man hier wirklich lebt. Wir kämpften uns durch seltsame Felsengänge, die fast unecht wirken, bis man sie berührt – glatter, dunkler Stein, an manchen Stellen moosbedeckt. Über uns hörte ich immer wieder Schafe auf den Hügeln, was irgendwie beruhigend war.
Dann kam der Moment, an dem ich verstand, warum wir den Gurt anhatten. Wir standen am Rand des Prysor-Wasserfalls – ehrlich, von oben sieht er viel höher aus als von unten – und Tom zeigte, wie man die Wand abseilt. Meine Beine waren erst wie Wackelpudding (ich hab Höhenangst), aber er erklärte jeden Schritt ganz ruhig. Kurz bevor man ins Wasser eintaucht, lässt man los – ich hab halb das Becken geschluckt, weil ich so lachen musste, als meine Freundin verzweifelt versuchte, ihre Haare trocken zu halten (unmöglich!). Danach schwammen wir rüber, um den anderen beim Abseilen zuzusehen.
Als Nächstes stand der „Cauldron“ auf dem Programm – eine natürliche Mulde, die über Jahrhunderte entstanden ist. Die Rutsche hinein ist schnell und holprig; ich hab mir den Ellbogen aufgeschürft, aber kaum gemerkt, weil alle so laut schrien und planschten. Danach folgten drei Sprünge: klein, mittel und dann „der große“. Beim letzten zögerte ich länger, als ich zugeben will (Tom wartete geduldig), aber schließlich sprang ich. Herz raste, Ohren voll Wasserrauschen – das bleibt mir noch lange im Kopf.
Nein, die Tour ist ziemlich intensiv und setzt mindestens eine mittlere Fitness voraus.
Du bekommst Neoprenanzug mit Socken sowie alle Sicherheitsausrüstungen: Gurt, Schwimmhilfe und Helm.
Mit Gurt und unter Anleitung seilst du die Hauptwand des Prysor-Wasserfalls ab.
Schwangere, Personen mit Rückenproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten nicht teilnehmen.
Nach der Rutsche in den Cauldron gibt es drei Sprünge: klein, mittel und einen großen optionalen.
Dein Tag beinhaltet komplette Sicherheitsausrüstung – Neoprenanzug mit Socken gegen die Kälte (nicht komplett!), Gurte fürs Abseilen an Wasserfällen wie Prysor, Schwimmhilfen und Helme. Lokale Guides begleiten dich Schritt für Schritt, sodass du dich auch bei Höhenangst oder kaltem Wasser sicher fühlst.


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