Du radelst frühmorgens durch ruhige Gassen aus Hoi An raus, fährst mit einem lokalen Guide durch echte Dörfer, genießt frisches Obst und Kaffee unterwegs, erkundest die moosigen My Son Ruinen vor dem Mittagessen und fährst entspannt im Van zurück. Ehrliche Momente – schlammige Schuhe, Lachen mit Fremden – und Erinnerungen, die länger bleiben als jedes Foto.
Um 7 Uhr morgens hätte ich nicht gedacht, dass die engen Gassen von Hoi An so ruhig sein können – nur das leise Rollen unserer Reifen über alte Steine und irgendwo im Hintergrund ein paar Hähne. Unser Guide Minh reichte mir den Helm und grinste, als ich mit dem Verschluss kämpfte (nicht gerade mein bester Moment). Noch bevor die Stadt erwachte, radelten wir los, schlängelten uns an verblassten gelben Mauern und verschlafenen Läden vorbei. Die Luft roch nach feuchter Erde und Räucherstäbchen von einem frühen Schrein. Dieser erste Abschnitt war für mich das Highlight – es fühlte sich an, als hätten wir die Stadt ganz für uns allein.
Kaum hatten wir den Fluss überquert, änderte sich alles. Die Stadt verschwand schnell hinter uns, und plötzlich waren wir umgeben von Reisfeldern und Wasserbüffeln. Minh winkte einem Bauern zu, der freundlich zurückrief (glaube ich – mein Vietnamesisch ist quasi nicht existent). Der Weg wurde stellenweise eng, gerade breit genug für Fahrräder und Roller – keine Autos, was das Ganze viel entspannter machte als erwartet. Ab und zu hörten wir Kinderlachen hinter Hecken oder sahen Frauen mit den typischen spitzen Hüten beim Gemüseanbau. Wir machten Halt an einem kleinen Straßenstand für frisches Obst und starken Kaffee; ich versuchte zu erfragen, welche Früchte das waren, bekam aber meistens nur Lachen zurück. Schmeckte jedenfalls süß und lecker.
Den letzten Abschnitt zum My Son Sanctuary legten wir mit dem Shuttle-Van zurück – neue Regeln, wie Minh erklärte – und ehrlich gesagt waren meine Beine dankbar für die Pause. Nach dem ganzen Radeln fühlte sich das Erkunden der Ruinen nochmal anders an; vielleicht macht der Schweiß und die Müdigkeit einen aufmerksamer? Minh erzählte Geschichten über die Cham-Könige, während wir zwischen moosbewachsenen Türmen und halb eingestürzten Reliefs umherwanderten. Es gab diesen Moment, als die Sonne genau durch einen Steinbogen fiel und alles in ein grünes Gold tauchte – dieses Bild geht mir bis heute nicht aus dem Kopf.
Mittagessen gab’s dann ganz entspannt in einem einfachen Lokal auf dem Rückweg (ich hab mir Chili-Öl auf’s Shirt gekippt, aber keiner hat’s bemerkt). Danach stiegen wir in einen privaten Van und fuhren gemütlich zurück nach Hoi An. Es war kaum Mittag, fühlte sich aber an, als wären zwei Tage vergangen. Wenn du eine Tagestour von Hoi An nach My Son mit dem Rad planst, denk daran: Es geht nicht um Tempo oder perfekte Fotos, sondern um kleine Überraschungen unterwegs.
Die Strecke beträgt etwa 25 km auf überwiegend gut befahrbaren Wegen.
Ja, nach der Rückfahrt mit dem Van wirst du vom Hotel in Hoi An abgeholt.
Treffpunkt ist um 7:15 Uhr im Discova Day Tour Shop im Zentrum von Hoi An.
Unterwegs bekommst du frisches Obst als Snack und zum Mittagessen ein vietnamesisches Sandwich oder Nudeln.
Kindersitze sind auf Anfrage für Kinder bis 14 kg verfügbar; eine moderate Fitness ist erforderlich.
Nein, es sind keine speziellen Fähigkeiten nötig – nur grundlegendes Fahrradfahren über mittlere Strecken.
Festes Schuhwerk ist am besten; Flip-Flops sind wegen der Wege nicht zu empfehlen.
Ja, ein erfahrener lokaler Guide begleitet die Tour auf Englisch.
Dein Tag beinhaltet ein gut gewartetes Fahrrad, die Begleitung durch einen englischsprachigen lokalen Experten, frische Obstsnacks und Getränke auf ländlichen Wegen sowie ein einfaches vietnamesisches Mittagessen, bevor dich ein privater Van zurück zu deinem Hotel in Hoi An bringt.
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