Du kriechst durch die historischen Cu Chi Tunnel bei Ho-Chi-Minh-Stadt, hörst persönliche Geschichten von einem lokalen Guide, probierst traditionelle Tapioka mit Tee und entdeckst versteckte Falltüren aus nächster Nähe. Freu dich auf Schweiß, Lachen – und einen neuen Blick auf Vietnams Vergangenheit.
„Weißt du, mein Onkel hat hier unten monatelang gelebt“, erzählte unser Guide Hien und tippte mit seiner Sandale auf den staubigen Tunneleingang. Das blieb mir im Kopf, während wir unter den Bäumen etwa 40 km von Ho-Chi-Minh-Stadt entfernt standen, den Vögeln und fernen Motorrädern lauschten. Die Luft fühlte sich schwerer an als in der Stadt – erdig, fast süß – und ich schaute immer wieder auf Hiens Hände, während er erzählte, wie die Menschen diese Tunnel nur mit Schaufeln und Hoffnung gegraben haben. Es ist kaum vorstellbar, dass sich hier unter deinen Füßen 250 Kilometer dieses Tunnelsystems erstrecken, bis man tatsächlich vor einem kaum schulterbreiten Loch steht.
Ich gebe zu, ich habe gezögert, bevor ich hineinkroch. Der Tunnel war kleiner und dunkler als erwartet (meine Knie erinnern sich noch), doch Hien grinste nur und winkte uns weiter. Drinnen war es still, nur hinter mir hörte ich ein nervöses Lachen. Man roch die alte Erde und etwas leicht Rauchiges – vielleicht von den Kochfeuern, die damals genutzt wurden? An einer Stelle blieb ich stehen und berührte die Wand; sie fühlte sich kühl und rau an, wie gepackter Lehm nach Regen. Hien erzählte uns Geschichten aus der Zeit des „Amerikanischen Kriegs“, während wir draußen wieder Luft holten und uns den Schweiß von der Stirn wischten. Er zeigte uns winzige Falltüren, die unter Blättern versteckt waren – solche Details entgehen dir ohne einen lokalen Guide, der mit diesen Geschichten aufgewachsen ist.
Am Ende saßen wir zusammen auf niedrigen Bänken, tranken heißen Tee und aßen gekochte Tapiokawurzel (die ehrlich gesagt besser schmeckt, als man denkt). Hien erklärte, wie man sie früher mit Erdnüssen oder Salz würzte, wenn das Essen knapp war. Es gab einen Moment der Stille – vielleicht dachten alle darüber nach, wie es sich damals unter der Erde angefühlt haben muss. Ich denke noch oft an den Blick durch die Bäume, als wir zurück in das Chaos von Saigon fuhren und mich wieder über Sonnenlicht und offene Räume freute.
Die Cu Chi Tunnel liegen etwa 40 km nordwestlich von Ho-Chi-Minh-Stadt.
Ja, die Abholung vom Hotel ist im privaten Tourpaket enthalten.
Am Ende der Tour bekommst du gekochte Tapiokawurzel mit Tee serviert.
Ja, alle Eintritts- und Besichtigungskosten sind im Tourpreis enthalten.
Die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet; Kinderpreise gelten bei Buchung mit zwei zahlenden Erwachsenen.
Babys können mitfahren, müssen aber während des Transports auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen.
Nein, es wird kein komplettes Mittagessen angeboten, nur traditionelle Snacks (Tapioka & Tee).
Das Tunnelsystem erstreckt sich über mehr als 250 km unter der Erde.
Dein Tag beinhaltet eine private Hotelabholung in einem klimatisierten Fahrzeug, alle Eintrittsgebühren für die Cu Chi Tunnel, eine englischsprachige Führung durch einen lokalen Experten, Mineralwasser und Feuchttücher für den Komfort unterwegs sowie einen traditionellen Snack aus gekochter Tapiokawurzel mit heißem Tee, bevor es zurück nach Ho-Chi-Minh-Stadt geht.


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