Du fährst von Ho-Chi-Minh-Stadt raus aufs Land zu einer geführten Tour durch die Cu Chi Tunnel – kriechst unter die Erde, entdeckst Kriegsrelikte hautnah und hörst persönliche Geschichten von deinem lokalen Guide. Außerdem gibt’s einen Stopp auf einer aktiven Kautschukplantage, bevor es zurück in die Stadt geht. Hier geht’s nicht nur um Geschichte, sondern ums Fühlen und Erleben.
Der Van holte uns direkt vor unserem Hotel in Ho-Chi-Minh-Stadt ab – es war noch früh, die Stadt erwachte gerade erst zum Leben. Unser Guide Tam erklärte ganz ruhig und entspannt alles, während wir an Rollern und Straßenverkäufern vorbeifuhren. Ich beobachtete, wie die Stadt immer mehr in grüne Felder überging. Man rechnet gar nicht damit, wie schnell sich die Umgebung verändert. Tam erzählte, wie er in der Nähe aufgewachsen ist und wie sein Onkel von den Tunneln sprach, aber ehrlich gesagt versuchte ich einfach nur, mir vorzustellen, wie es sich unter der Erde anfühlen würde.
Als wir bei den Cu Chi Tunneln ankamen, war es feucht und irgendwo in den Bäumen hörte man Vogelrufe (oder war das nur meine Fantasie?). Beim Rundgang zeigte Tam uns winzige Falltüren, die unter Blättern versteckt waren – er lachte, als ich versuchte, eine zu öffnen und fast umkippte. In die Tunnel zu kriechen… naja, sie sind enger, als man denkt. Die Luft war schwer und erdig, nach ein paar Metern klebte mein Shirt am Rücken. Hinter mir machte jemand einen Witz über „vietnamesisches Yoga“, worüber wir alle nervös lachen mussten – so fühlt man sich eben, wenn man halb mit Spinnen rechnet.
Ich hätte nicht gedacht, wie still es dort unten ist. Man hörte das eigene Atmen an den Lehmmauern widerhallen. Tam zeigte uns alte Bunker und ein ehemaliges Feldlazarett – einige aus der Gruppe machten Fotos, wie sie aus getarnten Türen lugten (ich hab immer noch Dreck unter den Nägeln). In der Nähe rostete ein alter amerikanischer Panzer; Kinder kletterten darauf herum, um Fotos zu machen. Den Schießstand haben wir ausgelassen, aber wir blieben kurz stehen, um die entfernten Schüsse von anderen Touren zu hören.
Auf dem Rückweg nach Ho-Chi-Minh-Stadt machten wir Halt an einer Kautschukplantage – Reihen blasser Bäume mit kleinen Schalen, die den Saft auffingen. Der Geruch war scharf, aber nicht unangenehm; eher wie frisches Holzspäne. Lustig, was einem nach so einem Tag im Kopf bleibt – nicht nur Fakten oder Geschichte, sondern kleine Momente: Tams Geschichten, der erste Atemzug draußen nach dem Kriechen im Dunkeln oder einfach das Gefühl, wie der Herzschlag langsamer wird, während das Sonnenlicht durch die Kautschukblätter flimmert.
Die Tour dauert einen halben Tag, morgens oder nachmittags ab Ho-Chi-Minh-Stadt.
Ja, Abholung und Rückfahrt vom Hotel in Ho-Chi-Minh-Stadt sind inklusive.
Du siehst Tunnel-Eingänge, alte Bunker, Munitionslager, Feldlazarette und getarnte Falltüren.
Nein, die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet.
Den Schießstand kannst du optional und auf eigene Kosten besuchen.
Ja, alle Eintrittsgelder sind im Preis enthalten.
Die Gruppen sind maximal 14 Personen groß.
Ja, in Ho-Chi-Minh-Stadt gibt es öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe.
Dein Tag beinhaltet die Abholung und Rückfahrt vom Hotel in Ho-Chi-Minh-Stadt, alle Eintrittsgelder für die Cu Chi Tunnel und die Kautschukplantage sowie eine Führung von jemandem, der die Geschichten aus erster Hand kennt – so kannst du dich voll aufs Erkunden und Fotografieren konzentrieren, ohne dich um die Organisation zu kümmern.
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