Spaziere mit einem kostümierten Guide über Kopfsteinpflaster, genieße Cocktails in Spukbars, höre Geschichten über Voodoo und verschwundene Piraten und entdecke vielleicht etwas Ungewöhnliches bei der St. Louis Cathedral. Diese Geister-Pubtour in New Orleans setzt nicht auf Schreckmomente, sondern darauf, die Stadt nach Einbruch der Dunkelheit lebendig zu spüren.
Fragst du dich manchmal, ob es die alten Backsteine oder der Bourbon sind, die New Orleans nachts so lebendig machen? Genau das hab ich mich gefragt, während wir unserem Guide folgten – der aussah, als käme er direkt von einem Maskenball aus dem 19. Jahrhundert – durch die unebenen Straßen des French Quarter. Die Luft war auch nach Einbruch der Dunkelheit noch süßlich und klebrig, und jede Tür schien ein Geheimnis zu verbergen. Unser erster Halt war eine schummrige Bar, wo mir jemand einen Cocktail reichte, der nach Lakritz und Feuer schmeckte. Ich versuchte den Namen auszusprechen (Absinthe irgendwas?) – Li musste lachen, weil ich es total verhauen habe. Angeblich soll hier einst Jean Lafitte selbst einen getrunken haben. Ob das stimmt? Schwer zu sagen, aber ehrlich: Nach dem zweiten Drink glaubt man fast alles.
Die Geschichten wurden dunkler, je weiter wir gingen. Unser Guide zeigte uns zugemauerte Fenster, hinter denen früher „Damen der Nacht“ arbeiteten (mit Bordellgeschichte hatte ich so schnell nicht gerechnet), und erzählte von Gästen, die in einem bestimmten Hotel eincheckten – und nie wirklich wieder gingen. Es gibt diesen Moment, wenn du nachts vor der St. Louis Cathedral stehst – das Licht hat einen seltsam bläulichen Schein am Rand – und du bekommst ohne ersichtlichen Grund Gänsehaut. Jemand aus unserer Gruppe schwor, hinter einem der eisernen Tore etwas bewegt zu haben; vielleicht war es nur eine Katze, vielleicht auch nicht. Die Stadt bringt dich dazu, an das zu zweifeln, was du für echt hältst.
Mir gefiel, dass nichts gehetzt war. Wir blieben in jeder Bar genau so lange, dass noch eine Geschichte oder ein Drink (nicht inklusive) passte, und die Leute öffneten sich – erzählten eigene Geistergeschichten oder lachten einfach darüber, wie schreckhaft wir alle bei jeder quietschenden Tür waren. Ich denke noch oft an die letzte Gasse, durch die wir gingen, still bis auf entfernten Jazz und einen Hauch Parfum in der Luft. Es geht nicht darum, Angst zu haben; es ist eher, sich für ein paar Stunden auf das Unfassbare einzulassen – auch wenn man sonst eher der rationale Typ ist.
Nein, Getränke sind nicht im Tourpreis enthalten.
Die Tour dauert etwa zwei Stunden.
Ja, alle Teilnehmer müssen mindestens 21 Jahre alt sein und einen gültigen Lichtbildausweis vorzeigen.
Ja, es gibt rollstuhlgerechte Transportmöglichkeiten und Wege.
Die Route führt unter anderem an der St. Louis Cathedral vorbei und zu mehreren historischen Bars im French Quarter.
Ja, die Tour findet bei jedem Wetter statt – bitte entsprechend kleiden.
Ja, Assistenztiere sind willkommen.
Mindestens drei Spukbars sind Teil der Tour.
Dein Abend umfasst geführte Spaziergänge durch das French Quarter von New Orleans mit Stopps in mindestens drei Spukbars (Getränke nicht inklusive), spannende Geschichten deines lokalen Guides über Geister und Legenden rund um die St. Louis Cathedral und berüchtigte Hotels sowie genug Zeit, um sowohl flüssige Geister als auch vielleicht ganz andere zu genießen, bevor es zurück in die lebendige Nacht geht.
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