Du wanderst über uralte Sanddünen, seilst dich tief in von Wasser geformte Moab-Schluchten ab, zwängst dich durch versteckte Spalten und endest mit einem Flussufer-Spaziergang unter dem Morning Glory Arch. Schweißige Hände, Lachen, neue Freunde – und vielleicht ein bisschen Ehrfurcht, die länger bleibt als gedacht.
„Wenn du nervös bist, ist das ganz normal“, grinste unser Guide Sam, als er mir den Gurt reichte. „Der Fels ist älter als die Dinosaurier – der hält dich.“ Ich lachte, doch meine Hände waren schon feucht bei dem Gedanken an den ersten 27 Meter langen Abseiler. Die Luft roch trocken und mineralisch, wie sonnengetrockneter Stein nach dem Regen in der Nacht. Kaum hatten wir die versteinerte Sanddüne betreten, zeigte jemand aus der Gruppe kleine Eidechsen, die flink zwischen den Rissen verschwanden – fast hätte ich sie übersehen, so sehr war ich abgelenkt von der seltsamen Stille hier draußen, abgesehen vom Knirschen unserer Schuhe im Sand.
Der erste Abstieg war… schwer zu beschreiben, ohne kitschig zu klingen. Man tritt in diese Sandsteinhöhle und plötzlich bist du mitten in der Schlucht, die kühle Luft schlägt dir ins Gesicht nach der Hitze oben. Sam kontrollierte jede Sicherung doppelt (er hat wirklich jede Leine abgesichert) und machte sogar einen Witz über seine „übervorsichtigen“ Checks. Ich schätzte das mehr, als ich zugeben wollte – meine Beine waren unten wackelig, aber auf eine gute Art. Als wir landeten, gab es ein Echo, das uns alle zum Flüstern brachte.
Wir zwängten uns durch einen engen Spalt (ich habe mir den Ellbogen aufgeschürft, aber so getan, als wäre nichts), kletterten über Felsen und dann kam der große Moment: 36 Meter Abseilen direkt neben dem Morning Glory Arch. So nah, dass man ihn fast berühren könnte – total verrückt, weil man Bögen sonst nur von Fotos kennt, aber nie aus dieser Perspektive. Die Sonne begann gerade, den Bogen anzustrahlen, während wir hinabstiegen. Danach folgten wir einem Quellbach vorbei an Pappeln in Richtung Colorado River. Sam zeigte auf eine komisch riechende Pflanze (Name vergessen), die Einheimische für Tee nutzen – Li lachte, als ich versuchte, den chinesischen Namen auszusprechen, ich hab’s wohl total verhauen.
Ich denke noch oft an diesen Moment unter dem Morning Glory Arch – schwerelos dort hängen, umgeben von rotem Stein und dem leisen Plätschern des Wassers irgendwo unten. Wenn du ein Canyoneering-Erlebnis in Moab suchst, das sich sicher und gleichzeitig roh anfühlt… ja, das ist es.
Die Tour dauert etwa 4 Stunden von Anfang bis Ende.
Nein, es sind keine Vorkenntnisse nötig; die Guides geben alle Anweisungen und sichern dich ab.
Die Tour beinhaltet lokale Guides, professionelle Anleitung, Nutzung von Gurten, Helmen, Handschuhen und bei Bedarf Tagesrucksäcken.
Der erste Abseiler ist 27 Meter, der zweite 36 Meter hoch.
Kinder müssen mindestens 8 Jahre alt sein, um mitzumachen.
Ein Hoteltransfer wird nicht erwähnt; bitte direkt beim Veranstalter nachfragen.
Bequeme Outdoor-Kleidung, die zum Wandern passt; die technische Ausrüstung stellt der Guide.
Ja, du seilst direkt neben dem Morning Glory Arch ab – nur wenige Schritte entfernt.
Dein Tag beinhaltet die komplette technische Ausrüstung – Gurte, Helme, Handschuhe – und bei Bedarf Tagesrucksäcke. Lokale Guides begleiten dich Schritt für Schritt und sichern jeden Abseiler mit zusätzlichen Systemen, damit du dich ganz auf die spektakulären Schluchtenblicke konzentrieren kannst, ohne dir Sorgen machen zu müssen.
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