Du fährst von Goodland durch die verschlungenen Mangroven der Ten Thousand Islands, entdeckst mit etwas Glück Delfine oder Manatis und hörst spannende Geschichten über Marco Islands wilde Vergangenheit – von Piraten bis zu Salzwasser-Cowboys. Dabei siehst du versteckte Fischadlernester, ausgefallene Villen und das Cape Romano Dome House. Keine reine Sightseeing-Tour, sondern ein echtes Erlebnis, bei dem du dich am Ende wie ein Teil des Ortes fühlst.
„Da drüben ist Goodland – Trinkstadt mit Fischproblem“, scherzte unser Guide und zeigte auf die Anlegestellen, wo Pelikane uns misstrauisch musterten, als hätten wir ihnen etwas zu schulden. Schon bevor wir ablegten, roch ich die Mischung aus Sonnencreme und salziger Meeresluft. Das Boot war kein Luxusliner, aber gemütlich genug, und Li, unsere Führerin, hatte diese Art, dass man sofort das Gefühl hatte, sie schon ewig zu kennen. Sie verteilte kalte Getränke aus der Kühlbox – das Eis klirrte – und sagte uns, wir sollten Ausschau nach Delfinen halten. Ich starrte jede Welle an, nur um nichts zu verpassen.
Die Fahrt durch die Ten Thousand Islands ging langsamer voran, als ich gedacht hatte – und das war gut so. Mangroven drängten sich auf beiden Seiten, ihre Wurzeln verworren wie alte Legenden. Manchmal herrschte fast völlige Stille, nur der Motor surrte und das beruhigende Plätschern des Wassers am Rumpf war zu hören. Li zeigte uns Fischadlernester und erzählte, wie hier schon lange vor den ersten Ferienhäusern gefischt wurde. Sie sprach von den Calusa-Indianern und Piraten, als könnten sie irgendwo in diesen grünen Kanälen noch lauern. Einmal lachte sie, als ich versuchte, „Horr’s Island“ auszusprechen – da habe ich’s definitiv verhauen.
Wir glitten an wilden Villen auf Marco Estates vorbei – ehrlich gesagt sahen einige verlassen aus, nur perfekte Rasenflächen und vielleicht ein Reiher, der so tat, als gehöre er dazu. Die Sonne spiegelte sich in den Fenstern der Hotels am Marco Beach; ich stellte mir vor, wie es hier wohl aussah, bevor all das Glas und Stahl kam. Es gab diesen Moment, als alle verstummten, als wir am Cape Romano Dome House vorbeifuhren – halb versunken, auf eine eigenartige Weise schön. Dass ich mal Gefühle für alte Betonkugeln entwickeln würde, hätte ich nicht gedacht, aber hier waren sie.
Auf dem Rückweg nach Goodland fragte jemand nach guten Restaurants, und Li nannte ihre Favoriten – sie schwört auf die frittierten Zackenbarsch-Sandwiches bei Stan’s (hab ich mir notiert). Der Wind frischte auf, und irgendwo roch es nach gebratenem Fisch, vielleicht nur Wunschdenken. Wer also einen Tagesausflug von Marco Island machen will oder eine echte Sightseeing-Tour mit Geschichten statt trockenen Fakten, bekommt hier definitiv mehr als erwartet.
Die Bootstour dauert etwa zwei Stunden hin und zurück von Goodland nach Marco Island.
Tiere sind nicht garantiert, aber je nach Saison sieht man oft Delfine, Manatis oder verschiedene Vögel.
Ein Abholservice vom Hotel ist nicht dabei, aber die Parkgebühren in Goodland sind für Gäste übernommen.
Ja, alle Guides sind zertifizierte Florida-Master-Naturalists und Mitglieder der Marco Island Historical Society.
Du siehst Mangrovengebiete, Restaurants am Wasser, Isles of Capri, Horr’s Island, das Cape Romano Dome House, Villen am Strand von Marco Island und mehr.
Kein Mittagessen, aber es gibt eine Kühlbox mit Eis für eigene Getränke; die Guides geben Tipps für lokale Restaurants.
Ja, die Tour ist entspannt und für alle Fitnesslevels geeignet, da es nur eine gemütliche Bootsfahrt ist.
Dein Tag umfasst eine entspannte zweistündige Bootsfahrt mit einem zertifizierten Florida-Master-Naturalist als Guide; eine Kühlbox mit Eis für eigene Getränke; kostenfreies Parken in Goodland vor der Abfahrt; dazu viele spannende Geschichten über Tiere, Geschichte und das Leben rund um Marco Island – ganz ohne spezielle Ausrüstung oder Vorkenntnisse.
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