Erlebe Mary Todd Lincolns Zuhause in Lexington ganz entspannt – spüre Geschichte in ruhigen Räumen, höre Geschichten von freundlichen Mitarbeitern und erkunde danach die Innenstadt zu Fuß. Hier spürt man Wärme und Trauer zugleich; kein Museum, sondern eine Reise in eine andere Zeit für eine Stunde.
Du öffnest die Tür und sofort verändert sich die Luft – altes Holz, ein Hauch von Zitronenpolitur und etwas, das ich nicht ganz greifen konnte. Das Mary Todd Lincoln House in Lexington ist weder groß noch prunkvoll, aber es wirkt lebendig, als könnte man fast jemanden oben hören. Immer wieder dachte ich an all die Schritte, die dieser Boden schon getragen hat. Vor mir war eine kleine Gruppe – eine Frau streichelte leise das Treppengeländer und las die Tafel über Marys Kindheit. Dass ich allein im Flur so viel spüren würde, hatte ich nicht erwartet.
Mit meinem kleinen Papierplan (den ich fast am Empfang vergessen hätte – typisch ich) schlenderte ich von Raum zu Raum. Manche Zimmer sind hell durch große Fenster, andere wirken still, schwer von Porträts und alten Büchern. Die selbstgeführte Tour lässt dir alle Zeit der Welt, das hat es mir leichter gemacht, alles wirken zu lassen. Da gibt es einen blauen Salon, wo die Sonne genau richtig auf einen Samtsessel fiel – für einen Moment schien die Zeit stillzustehen. Eine Mitarbeiterin namens Jamie bemerkte meinen Blick auf ein verblasstes Foto und erzählte mir von Marys Schwestern und wie ihre Leben durch Krieg und Leid miteinander verflochten waren. Ich versuchte mir vorzustellen, wie sie hier alle zusammen waren, das Lachen durch den Flur hallte – oder vielleicht auch Streit.
Oben geht es nur über Treppen (einundzwanzig Stufen – ich habe gezählt), aber wer nicht kann, bekommt ein Album mit Fotos der oberen Räume gezeigt. Mir gefiel, dass niemand gedrängt wurde; jeder verweilte, wo er wollte. Danach machte ich noch die kostenlose selbstgeführte Tour draußen durch die Innenstadt von Lexington – ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ich so viel über die Stadt erfahre, nur durch ein paar Straßen mehr. Die Hausbesichtigung dauerte etwa eine Stunde, aber manche Eindrücke blieben noch viel länger, besonders der blaue Sessel.
Die selbstgeführte Tour dauert in der Regel etwa 60 Minuten.
Das Erdgeschoss ist mit einem Aufzug für Rollstuhlfahrer zugänglich; das Obergeschoss nicht, dort gibt es aber Fotoalben mit Bildern der Räume.
Ja, Assistenztiere sind im Mary Todd Lincoln House willkommen.
Ja, Babys und Kleinkinder können im Kinderwagen oder Buggy mitgenommen werden.
Ja, in der Nähe gibt es verschiedene Möglichkeiten der öffentlichen Verkehrsanbindung.
Das Ticket umfasst den Eintritt zur selbstgeführten Hausbesichtigung sowie eine kostenlose selbstgeführte Tour durch die Innenstadt von Lexington.
Es gibt keine klare Angabe zur Vorausbuchung; bitte erkundige dich direkt beim Veranstaltungsort nach aktuellen Regelungen.
Dein Tag beinhaltet den Eintritt zu allen offenen Räumen im Mary Todd Lincoln House, die du in deinem Tempo erkunden kannst – mit hilfsbereitem Personal vor Ort für Fragen – sowie eine kostenlose selbstgeführte Tour durch die Innenstadt von Lexington im Anschluss.


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