Mit erfahrenen Guides tauchst du in Ketchikans Tongass-Regenwald ein, hörst Wasserfälle aus nächster Nähe, überquerst Holzbrücken und landest schließlich an einem stillen Strand, wo du nach Tieren Ausschau halten oder einfach die frische Seeluft genießen kannst. Snacks und die Abholung direkt am Kreuzfahrtanleger sind inklusive – du bist bestens versorgt und kannst trotzdem frei umherstreifen. Und falls du dich fragst, welcher Vogel da ruft: Dein Guide weiß es bestimmt.
„Habt ihr schon mal bemerkt, wie Regen in Alaska anders riecht?“ fragte unser Guide Jamie, als wir am Lunch Creek Falls Trailhead aus dem Van stiegen. Kaum hatte ich meine Regenjacke zugezogen, verschluckte uns der Wald – alles fühlte sich weich an, sogar die Luft. Der Boden federte unter meinen Stiefeln (ich hatte mir Wanderstöcke geliehen, die waren echt praktisch auf den matschigen Stellen) und es war ganz still, nur irgendwo vorne rauschte Wasser. Jamie zeigte uns einen Baumstamm, komplett überzogen mit leuchtend grünem Moos; als ich ihn berührte, war er kalt und ein bisschen schwammig. Wir waren nur etwa 30 Minuten von Ketchikan entfernt, aber es fühlte sich an wie eine andere Welt.
Der Wasserfall hat mich überrascht. Kein tosendes Spektakel, sondern ein ruhiges, klares Rauschen, das unter einer Holzbrücke hindurchfloss – wie aus einem Märchen. Jamie lachte, als ich versuchte, ein Foto ohne meinen Finger im Bild zu machen (hat trotzdem nicht geklappt). Er erzählte uns, dass hier später im Sommer die Lachse stromaufwärts schwimmen; ich konnte sie mir direkt vorstellen, wie sie gegen die Strömung ankämpfen. Über uns kreiste ein Adler – einer saß einfach da und beobachtete uns, als gehöre ihm der ganze Wald. Für einen Moment waren wir alle ganz still, hörten nur das Wasser und den Wind in den riesigen Bäumen.
Nach einer weiteren Runde durch den Tongass National Forest (Jamie zeigte uns essbare Pflanzen – ich hab’s nicht probiert, aber jemand anders schon), ging es runter zum Strand. Der war wild und steinig, ganz anders als die Strände, die ich kenne. Überall lagen Seetang und Treibholz, und in der Luft mischte sich Salz mit dem Duft von Zedern. Wir hielten Ausschau nach Walen – diesmal leider ohne Glück –, aber jemand entdeckte Seehunde, die in der Bucht dümpelten. Dann gab’s Snacks (Müsliriegel schmecken draußen einfach besser, oder?), und wir standen noch eine Weile zusammen, redeten über unsere Heimatorte, bis es zurückging.
Ich denke immer noch an diesen Moment am Wasser – wie alles gleichzeitig neu und seltsam friedlich war. Wenn du einen Tagesausflug ab Ketchikan suchst, der sich wirklich nach Alaska anfühlt (und nicht nur nach Fotos davon), dann ist dieser Regenwald-Spaziergang genau das Richtige.
Die Tour dauert insgesamt etwa 3 Stunden, inklusive Transfer.
Ja, die Abholung erfolgt direkt am Kreuzfahrtanleger – auch in Ward Cove.
Mit etwas Glück siehst du Adler, Seehunde, saisonal auch Lachse und andere Wildtiere der Region.
Ja, Wasser in Flaschen und kleine Snacks sind unterwegs inklusive.
Die Strecke ist leicht, aber teilweise uneben; Wanderstöcke kannst du bei Bedarf nutzen.
Ja, nach dem Regenwald-Spaziergang hast du Zeit, eine abgelegene Bucht am Strand zu erkunden.
Die Tour ist für alle Fitnesslevel geeignet, wird aber nicht empfohlen bei Rückenproblemen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden.
Ja, es gibt sowohl kleine Gruppen als auch private Touren; bei privater Buchung ist auch das Abholen per Tenderboot nach Absprache möglich.
Im Preis enthalten sind der Hin- und Rücktransfer vom Kreuzfahrtanleger (auch Ward Cove), Wasser und Snacks auf dem Weg, Wanderstöcke zur freien Nutzung und Regenponchos – falls es, wie so oft, regnet! Du kannst zwischen Kleingruppen- und Privattour wählen, je nachdem, was für dich am besten passt.
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