Steig in Ketchikan in ein kleines Boot mit einem lokalen Guide und mach dich auf die Suche nach Pazifischem Heilbutt in geschützten Gewässern. Freu dich auf salzige Luft, ehrliche Gespräche, Snacks zwischendurch und den Moment, wenn sich deine Angel unter echtem Gewicht krümmt. Es wird praktisch, manchmal auch etwas chaotisch – aber dieses Gefühl nimmst du lange mit an Land.
Ich hätte nicht gedacht, dass meine Hände noch Stunden später nach Meer riechen würden – aber genau das passiert, wenn man in Ketchikan Heilbutt angelt. Das Boot wirkte kleiner als erwartet – wahrscheinlich, weil wir uns alle dick eingepackt hatten und hofften, der Nieselregen würde aufhören (tat er nicht). Unser Guide Mike reichte mir eine Angelrute und grinste, als wüsste er etwas, das ich nicht wusste. Wahrscheinlich hatte er recht. Als ich die Leine zum ersten Mal ins Wasser ließ und sie den Grund berührte, herrschte eine seltsame Stille – nur das Plätschern des Wassers am Boot und jemand, der hinter mir einen Müsliriegel auspackte.
Es ist ehrlich gesagt nicht glamourös. Man zappelt mit der Angel und wartet, dann zappelt man wieder. Aber irgendwas an der Umgebung – die nebligen Berge und die kalte, salzige Luft – lässt einen das Handy und den Alltag komplett vergessen. Als der Heilbutt endlich anbeißte (fast hätte ich es verpasst), rief Mike ermutigend und plötzlich schauten alle zu, wie ich diesen flachen, störrischen Fisch aus der Tiefe zog. Meine Arme brannten so sehr, dass ich jedes Mal daran denke, wenn ich Heilbutt auf der Speisekarte sehe.
Ich muss noch heute lachen, wenn ich daran denke, wie stolz ich war, den Fisch für ein Foto hochzuhalten, während mir der Regen von der Nase tropfte. Wir tauschten Geschichten bei Snacks aus – meistens über misslungene Fänge und schlechtes Wetter, was irgendwie den halben Spaß ausmachte. Wenn du eine schicke Kreuzfahrtausflugs-Show suchst, ist das hier nichts. Aber wenn du Alaska wirklich spüren willst – und vielleicht sogar dein Abendessen mit nach Hause nehmen möchtest –, dann gibt es nichts Vergleichbares.
Die Tour dauert etwa einen halben Tag.
Ja, Wasser in Flaschen und Snacks sind inklusive.
Babys und Kleinkinder können mitkommen, wenn sie im Kinderwagen oder Buggy sitzen.
Ja, Assistenztiere sind bei dieser Tour erlaubt.
Ja, es gibt öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe.
Die Tour wird nicht empfohlen für Personen mit Rückenproblemen, Schwangere oder Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Nein, Vorerfahrung ist nicht nötig; die Guides helfen dir, deinen Fang wie ein Profi einzuholen.
Dein Tag beinhaltet Wasser in Flaschen und Snacks, während du mit einem erfahrenen lokalen Guide unterwegs bist, der sich um die Ausrüstung und Anleitung kümmert; du musst nur bereit sein zu angeln – alles andere wird vor der Rückkehr ans Ufer für dich erledigt.


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