Du läufst über einen 580 Meter tiefen Schacht (wenn deine Nerven mitspielen), entdeckst Jeromes Wildwest-Geschichten mit einem Einheimischen, wirfst einen Blick in historische Villen und Museen und erlebst den Alltag in dieser besonderen Arizona-Hügelstadt. Überraschungen und ein paar Lacher inklusive – echte Geschichte zum Anfassen.
Mein Schuh blieb in einem Riss direkt vor dem Audrey Shaft Headframe Park stecken – na ja, passiert eben, wenn man ständig nach oben zu den alten Holzbalken starrt und nicht auf den Boden achtet. Unser Guide Tom, der hier geboren und aufgewachsen ist, grinste nur und meinte: „So ist Jerome eben. Der Boden bewegt sich ständig.“ Er hatte Recht – in den 1930ern rutschte die halbe Stadt den Hügel runter. Als ich dann auf dem Glas stand, das über dem 580 Meter tiefen Schacht schwebt – der Wind pfiff durch das Gerüst – spürte ich, wie mir kurz der Magen umklappte. Runtergucken wollte ich eigentlich nicht, aber die Neugier siegte dann doch.
Danach ging’s zum Jerome State Historic Park. Das Douglas Mansion wirkt von außen kleiner, als es ist – und drinnen ist es angenehm kühl, was bei der Arizona-Sonne echt ein Segen war. Es roch nach altem Holz und Metallpolitur. Tom zeigte uns verbeulte Bergbauwerkzeuge und erzählte von der Belgierin Jennie („Sie führte das Bordell – und endete tragisch“, sagte er leise) und der kubanischen Königin, die hier angeblich das Nachtleben beherrschte. Ich versuchte mir vorzustellen, wie dieser verschlafene Hügel früher voller Bergleute und Spieler war. Es ist schon verrückt, wie man fast die Stimmen der Vergangenheit hört, wenn man lange genug stillsteht.
Unterwegs kamen wir an ein paar Weingütern vorbei – damit hatte ich in einer alten Bergbaustadt nicht gerechnet – und sah zwei Einheimische, die sich lachend darüber stritten, wessen Familie wohl länger hier lebt. Zum Schluss landeten wir im Museum mit einem alten Gefängnis, das bei einem der berüchtigten Erdrutsche 70 Meter den Hang hinuntergerutscht ist. Ich dachte die ganze Zeit daran, wie viele Leben in diesen schiefen Straßen und knarrenden Häusern stecken. Kupfermünzen werde ich von jetzt an wohl mit ganz anderen Augen sehen.
Die genaue Dauer steht nicht fest, aber die Tour führt zu mehreren wichtigen Orten wie Parks und Museen in Jerome.
Ein Hoteltransfer wird nicht angeboten; öffentliche Verkehrsmittel sind aber in der Nähe verfügbar.
Die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet, aber für Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen nicht empfohlen.
Du kannst auf Glas über einem 580 Meter tiefen Schacht stehen – das größte hölzerne Fördergerüst Arizonas.
Ja, Assistenztiere sind willkommen.
Mittagessen ist nicht enthalten; Eintritt zu Museen und Parks ist Teil der Tour, zusätzliche Gebühren sind nicht angegeben.
Dein Tag umfasst geführte Besuche im Audrey Shaft Headframe Park und Jerome State Historic Park mit Zeit im Douglas Mansion Museum sowie eine komfortable Fahrt im klimatisierten Fahrzeug, begleitet von lokalen Guides, die Geschichten aus ihren Familien erzählen.
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