Spüre die pure Energie, wenn Schlittenhunde auf der Tozier Rennstrecke in Anchorage heulen. Fahr mit einem Iditarod-Musher mit, lerne die Geschichte des Mushings kennen und kuschel vielleicht sogar mit Welpen. Das ist keine kurze Demo, sondern ein echtes Stück Alaskas Herz – mit Fell und allem Drum und Dran.
„Hast du schon mal ein Dutzend Huskys gleichzeitig bellen gehört?“ So begrüßte uns Robert – grinsend, die Hände in den Taschen, als hätte er diesen Lärm seit seiner Geburt täglich gehört (was sich später als ziemlich wahr herausstellte). Im Clubhaus roch es leicht nach altem Kaffee und nassem Fell, und jemand hatte seine Stiefel neben der Heizung stehen lassen. Wir waren nur einen Steinwurf vom Stadtzentrum Anchorage entfernt, doch es fühlte sich an wie eine ganz andere Welt. Immer wieder schaute ich aus dem Fenster, um zu sehen, ob die Hunde schon startklar waren – aber nein, da war nur ein Welpe, der an einem Stock knabberte und mit dem Schwanz wedelte.
Robert erzählte von seinem Großvater – Joe Redington Sr., dem „Vater des Iditarod“ – und plötzlich wurde aus der einfachen Hundeschlittentour in Anchorage eine Geschichte mit viel mehr Tiefe. Er zeigte uns, wie man die Hunde anleint (ich kämpfte mit den Gurten; Li lachte, als ich versuchte, „gee“ auf Mandarin zu sagen – wahrscheinlich klang das furchtbar). Sobald die Hunde merkten, dass wir auf die Strecke wollten, verwandelten sie sich in wilde Energiebündel. Diese Begeisterung war ansteckend, man spürte sie bis in die Schuhe vibrieren.
Die Fahrt selbst? Schnell, holprig und lauter als gedacht. Es ist Dryland-Mushing, also gleitet man nicht über Schnee, sondern saust mit Rädern über festgetretenen Boden. Der Wind wirbelte Staub und Fell auf; ich bekam beides ins Gesicht – und es störte mich kein bisschen. Unser Guide rief etwas wie „Lehn dich in die Kurve!“, aber ehrlich gesagt war ich zu sehr damit beschäftigt zu lachen und mein Handy nicht fallen zu lassen. Danach durften wir abwechselnd weitere Hunde (und Welpen – überall kleine Pfoten) kennenlernen, während Robert Fragen zum Rennen im Winter und Sommer beantwortete. Es hat etwas Echtes und Ursprüngliches, diese Athleten hautnah zu erleben – da versteht man, warum die Alaskaner so stolz auf diese Tradition sind.
Die Dryland-Demo-Fahrt auf der Tozier Rennstrecke dauert etwa 3 Minuten pro Person.
Ja, Kinder können mitmachen, Babys müssen jedoch während der Fahrt auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen.
Du triffst ein echtes Rennteam und je nach Verfügbarkeit auch Welpen.
Dein Guide ist Robert Redington, ein Musher in dritter Generation und Iditarod-Finisher.
Nein, es handelt sich um Sommer-Dryland-Mushing mit speziellen Schlitten auf Rädern statt auf Schnee.
Die Tour findet auf der Tozier Rennstrecke statt – einem legendären Rennort nahe der Innenstadt Anchorage.
Bequeme Outdoor-Kleidung ist ideal; es kann staubig und je nach Wetter auch matschig werden.
Nein, aufgrund von Treppen und unebenem Gelände ist die Strecke nicht barrierefrei.
Dein Tag beginnt mit dem Check-in im Clubhaus über der Tozier Rennstrecke, Zeit mit einem echten Rennteam unter Leitung eines Iditarod-Finishers, praktische Einblicke in die Geschichte des Mushings in Anchorage, eine kurze Dryland-Demo-Fahrt mit Robert am Steuer sowie die Möglichkeit, Arbeitshunde – und manchmal auch Welpen – kennenzulernen, bevor es zurück in die Stadt geht.
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