Folge Laternen durch Prags düstere Altstadt, lausche Legenden von Geistern und Golems eines verkleideten Einheimischen, steige hinab in mittelalterliche Verliese mit schaurigen Folterwerkzeugen und schlendere durch versteckte Gassen voller Geheimnisse. Gänsehaut garantiert – und vielleicht auch der ein oder andere Lacher.
Wir starteten direkt am Ticketschalter – keine Zeit verloren. Unser Guide Jakub verteilte kleine Laternen (zuerst fühlte ich mich etwas albern, aber sie sorgten sofort für die richtige Stimmung), und los ging’s in die Altstadt. Die Luft war feucht, und es roch nach altem Stein und Regen – Prag wirkt nachts immer ein bisschen geheimnisvoll, aber heute war es besonders intensiv. Jakubs Umhang raschelte, während er uns durch enge Gassen führte, in denen man fast fremde Schritte hören konnte. Er blieb an einer bröckelnden Mauer stehen und erzählte von der kopflosen Braut; ich erwischte mich dabei, wie ich mehrmals über die Schulter blickte.
Die Geschichten wurden düsterer, als wir durch das ehemalige jüdische Ghetto schlenderten – vom Golem, dem legendären Tonmonster, zu hören, ließ mich wünschen, ich hätte im Geschichtsunterricht besser aufgepasst. Vor einer gotischen Kirche machten wir Halt, in der angeblich ein Astronom begraben liegt (und vielleicht noch immer umherwandert?). Als Jakub leise von öffentlichen Hinrichtungen am Altstädter Ring flüsterte, schaute ich zum Uhrturm hoch und stellte mir vor, wie das alles vor Jahrhunderten stattgefunden hat. Es ist seltsam, wie ein Ort gleichzeitig schön und bedrückend wirken kann.
Der Abstieg in die Unterwelt war ehrlich gesagt ganz anders als erwartet. Die Stufen waren uneben, kalte Luft schlug mir ins Gesicht, und plötzlich roch alles nach feuchter Erde und Kerzenwachs. Dort unten trafen wir „den Henker“ (ein verkleideter Schauspieler, der richtig in seiner Rolle aufging), der uns Folterinstrumente zeigte – manche sahen fast zu echt aus. Jemand aus der Gruppe machte einen nervösen Witz, doch wirklich lachen konnte niemand. Der Teil im Verlies jagte mir Gänsehaut ein; ich dachte immer wieder an die Menschen, die hier tatsächlich gelebt oder gelitten haben.
Ich denke immer noch an die letzte Geschichte, die Jakub erzählte – von Überschwemmungen, die Prag für immer veränderten, Geheimnisse weggespült und andere zurückgelassen haben. Als wir wieder ans Tageslicht kamen, wirkten die Lichter der Stadt irgendwie heller. Wenn du neugierig auf Prags Geister bist oder eine andere Seite der Geschichte entdecken willst (mit allen Eintrittsgeldern inklusive und einem echten Einheimischen als Guide), lohnt sich diese Tour – auch wenn du danach vielleicht mit Licht schlafen musst.
Die Tour dauert meist etwa 2 Stunden, kann je nach Gruppengröße aber 10-15 Minuten länger oder kürzer sein.
Ja, alle Eintrittsgelder, auch für das mittelalterliche Untergrund-Verlies, sind im Ticketpreis enthalten.
Die Tour wird nicht für Kleinkinder oder Kinder im Vorschulalter sowie für Personen mit Aufmerksamkeits- oder Verhaltensstörungen empfohlen.
Der Treffpunkt ist das Büro von Prague Underground and Ghost Tours im Zentrum von Prag.
Fotos sind erlaubt, für Videoaufnahmen ist jedoch eine spezielle Genehmigung erforderlich.
Nein, ein Hoteltransfer ist nicht enthalten; die Gäste treffen sich am angegebenen Treffpunkt.
Die Tour ist nicht geeignet für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, schweren Herzproblemen oder Klaustrophobie.
Die Führung wird in ausgewählten Sprachen angeboten; aus Sicherheitsgründen sollten Gäste die gewählte Sprache verstehen.
Dein Abend beinhaltet alle Eintrittsgelder für Prags mittelalterliche Unterwelt und Verlies-Ausstellungen sowie spannende Geschichten von einem verkleideten Einheimischen, während du durch die verwunschenen Straßen der Altstadt schlenderst – bring einfach bequeme Schuhe und deine Neugier auf alte und neue Legenden mit.
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