Erkunde Prags älteste Straßen mit einem echten Pestdoktor als Guide, lerne seltsame Heilmittel und wahre Geschichten aus dem Jahr 1715. Freu dich auf unerwartetes Lachen, stille Momente zwischen mittelalterlichen Steinen und ein Gruppenfoto am St. Agnes Kloster als Erinnerung.
„Keine Sorge, ich bin nicht ansteckend“, grinste unser Guide und richtete seine Schnabelmaske, während wir uns vor dem Haus zum Goldenen Brunnen näher zusammenkauerten. Sein trockener Humor war irgendwie tröstlich – vielleicht gerade weil das Thema so düster war. Die Luft roch leicht nach feuchtem Stein und altem Holz, und ich dachte, wie leicht man sich diese Straße im Jahr 1715 vorstellen konnte, als Alexander Schamsky (unser „Pestdoktor“ für den Tag) hier eilig vorbeigeeilt wäre. Dass ich bei einer Tour über die Pest so oft lachen würde, hätte ich nicht gedacht – doch da standen wir, scherzten über Blutegel und lauschten dann andächtig, als er kleine Heiligenfiguren über Türen zeigte, die vor Krankheit schützen sollten.
Wir schlängelten uns durch Gassen, die die meisten Touristen nie zu sehen bekommen – vorbei am Klementinum und dann ins Neue Rathaus von Prag, wo er erzählte, wie Reiche und Arme versuchten, der Pest zu entkommen (Spoiler: hat nicht funktioniert). Unser Guide hatte diese Art, Fakten so zu erzählen, dass sie im Kopf hängen bleiben – zum Beispiel, dass Quarantäne 40 Tage dauerte, weil italienische Seeleute das so festlegten. Zwischendurch reichte er mir ein kleines Fläschchen („Nicht trinken!“), Teil eines Kräutermittels, das damals wirklich verwendet wurde. Es roch scharf und erdig – wie in Omas Küche nach zu viel Knoblauch. Wir sprachen über das Leben in Quarantäne vor Jahrhunderten; irgendwie fühlte sich das heute noch nachvollziehbar an.
Der Altstädter Ring wirkte ganz anders mit ihm als Führer – er erzählte von Händlern, die sich hinter Fensterläden versteckten, von Kirchenglocken, die für die Toten läuteten. Im jüdischen Viertel wurde es still, nur entfernte Glocken und ein bellender Hund waren zu hören. Er erwähnte, dass Kafka hier in der Nähe lebte; ich blickte zu den schiefen Fenstern hoch und fragte mich, welche Geschichten sie wohl erlebt hatten. Als wir das St. Agnes Kloster erreichten, waren meine Füße müde, aber mein Kopf voll mit kuriosen Fakten – und ehrlich gesagt auch dankbar für die moderne Medizin. Zum Abschluss machten wir alle ein Gruppenfoto mit unserem Pestdoktor – schüchterne Lächeln unter dem grauen Prager Himmel. Manchmal denke ich noch daran, wenn ich den Regen auf altem Stein rieche.
Die Tour dauert etwa zwei Stunden und führt zu mehreren historischen Orten im Herzen Prags.
Ja, alle Wege und Flächen sind für Rollstuhlfahrer zugänglich.
Du besuchst unter anderem den Altstädter Ring, das Neue Rathaus, das St. Agnes Kloster, den Bereich der Klementinum-Bibliothek und das jüdische Viertel.
Ja, am Ende der Tour wird ein Gruppenfoto mit dem verkleideten Pestdoktor beim St. Agnes Kloster gemacht.
Nein, die Tour führt nur durch öffentliche Bereiche und Außenansichten, es fallen keine Eintrittsgelder an.
Ja, die Route ist familienfreundlich und Kinder können bei Bedarf mit Kinderwagen oder Buggy mitkommen.
Nein, Essen und Getränke sind nicht inklusive; Wasser solltest du selbst mitbringen.
Ja, der Startpunkt liegt zentral und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Dein Tag führt dich durch Prags historische Viertel mit einem verkleideten Pestdoktor, der Geschichte lebendig werden lässt – inklusive Gruppenfoto am St. Agnes Kloster, bevor du wieder ins moderne Prag eintauchst.
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