Flitze mit dem E-Scooter durch Prags Burgviertel, begleitet von einem lokalen Guide – vorbei an der ständig wechselnden Lennon-Mauer, über die ruhige Kampa-Insel bis hoch zum Letná Park mit grandiosem Stadtblick. Freu dich auf kleine Überraschungen: lebendige Street Art, versteckte Brauereien und das Freiheitsgefühl, das nur zwei Räder schenken.
Als Erstes fiel mir das Geräusch auf – dieses leise Summen unter den Füßen, während wir von der Karlsbrücke davonzischten. Unsere Guide Eva reichte mir einen Helm und grinste: „Keine Sorge, an das Kopfsteinpflaster gewöhnt man sich schnell.“ Sie hatte recht. Anfangs fühlte es sich ungewohnt an, dann aber irgendwie befreiend – wie über den Trubel der Stadt zu schweben. Die Luft roch noch leicht nach Regen (es hatte kurz vorher genieselt), gemischt mit einem süßen Duft aus einer Bäckerei in der Nähe. Wir fuhren an der Lennon-Mauer vorbei, und Eva erzählte, dass sich das Bild dort täglich ändert – gerade sprühte jemand einen neuen Songtext. Ich wollte ein Foto machen, aber ehrlich gesagt wirkt das Ganze in Bewegung viel besser.
Über die Kampa-Insel schlängelten wir uns dahin, wo der Fluss fast spiegelglatt und ruhig wirkte im Vergleich zur geschäftigen Brücke darüber. Kinder spielten im Park, und ein älterer Herr fütterte Enten am Ufer – er nickte uns zu, als wäre das hier sein tägliches Ritual. Die E-Scooter-Tour ließ Prag viel kleiner wirken, so als könnte man alles in Ruhe aufnehmen, ohne hetzen oder sich verlaufen zu müssen. Beim Strahov-Kloster zeigte Eva eine winzige Brauerei hinter dicken Steinmauern (ihr Bier sei älter als viele Länder, scherzte sie). Der Aufstieg zum Petřín-Turm war leichter als gedacht – vielleicht, weil ich von den roten Dächern unten abgelenkt war, die sich endlos ausbreiteten.
Ich hatte nicht erwartet, dass der Letná Park so weitläufig ist – große Wiesen und dieser Blick auf die Moldau mit ihren Brücken, die wie Spielzeugmodelle nebeneinander liegen. Oben wurde es windig, meine Hände froren trotz Handschuhen (die man bekommt, falls man keine dabei hat). Jemand aus unserer Gruppe verlor fast das Gleichgewicht vor Lachen, nachdem er eine Kurve falsch eingeschätzt hatte – zum Glück ohne Sturz, aber eine Geschichte für später. Zurück an der Karlsbrücke waren die Beine leicht kribbelig vom Stehen, aber gar nicht müde. Dieses Gefühl, durch jahrhundertealte Straßen zu gleiten, während die Burg über alles wacht, bleibt mir noch lange im Kopf.
Die Tour dauert etwa 1,5 Stunden von Anfang bis Ende.
Ja, jede Gruppe wird von einem englischsprachigen lokalen Guide begleitet.
Du siehst die Karlsbrücke, Lennon-Mauer, Kampa-Insel, Strahov-Kloster, Petřín-Turm, Letná Park, Hradčany (Burgviertel), das Franz-Kafka-Museum und mehr.
Ja, Helme sind für alle Teilnehmer inklusive.
Bei leichtem Regen geht die Tour weiter (Regenponchos sind verfügbar); bei starkem Regen gibt es Rückerstattung oder Umbuchung.
Fahrradfahren solltest du können, aber Vorerfahrung mit Scootern ist nicht nötig; eine Einweisung gibt’s vorab.
Kinder müssen mindestens 150 cm groß sein (ca. 14 Jahre), um mitzufahren.
Nein, Treffpunkt ist zentral nahe der Karlsbrücke.
Dein Nachmittag startet mit unbegrenzt Wasser am Treffpunkt nahe der Karlsbrücke, alle Sicherheitsausrüstungen wie Helm (und Handschuhe bei Kälte), eine Einweisung mit deinem englischsprachigen Guide (auch Audioguides verfügbar) sowie Regenponchos bei Bedarf – alles organisiert, damit du dich ganz auf die schönsten Ecken Prags auf dem E-Scooter konzentrieren kannst.


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