Du teilst ein Mittagessen in einem von Flüchtlingen geführten Restaurant in Seoul, hörst ehrliche Geschichten von deinem Guide Jun (der selbst aus Nordkorea geflohen ist) und blickst vom DMZ-Aussichtspunkt auf echte Dörfer. Bereite dich auf Fragen vor, die sonst keiner beantworten kann, und Momente, die lange nachwirken.
Er schob uns eine Schüssel kalter Nudeln rüber und grinste – „Das essen wir zu besonderen Anlässen zuhause.“ Juns Akzent war sanft, aber wenn er uns beim Probieren beobachtete, merkte man, dass das Essen für ihn viel bedeutete. Das Restaurant war schlicht, ohne Schnickschnack, doch die leise Unterhaltung im Raum – meist andere Flüchtlinge, schätze ich – schuf eine besondere Atmosphäre. Ich versuchte, mich auf Koreanisch zu bedanken und vermasselte es komplett; Jun lachte und korrigierte mich (zweimal). Die Aromen waren einfach, ganz anders als das sonst so kräftige Seoul. Das zeigte mir, wie sehr Geschichten in alltäglichen Dingen wie dem Mittagessen stecken können.
Danach fuhren wir Richtung DMZ – nicht weit von Seoul, aber es fühlte sich an wie eine andere Welt. Der Himmel war dieses ausgewaschene Grau, das man vor Regen kennt, und alles roch leicht nach feuchtem Gras. Am Aussichtspunkt gab Jun uns Ferngläser, damit wir die seltsamen Propagandagebäude auf der anderen Flussseite sehen konnten. Es ist schon eigenartig, echte nordkoreanische Dörfer so nah zu sehen, dass man fast winken möchte. Er erzählte von seinem Uni-Leben im Norden (strenge Regeln für Frisuren – wer hätte das gedacht?) und von seiner Flucht über China und Vietnam. Ich erinnere mich, wie er nervös mit seiner Kaffeetasse spielte, als er vom Zurücklassen seiner Familie sprach. Es gab eine lange Stille, in der keiner etwas sagte; manchmal sagt Schweigen mehr als Worte.
Wir machten auch Halt im Imjingak Park – Kinder spielten, ältere Leute fotografierten an der Brücke der Freiheit. Dort steht eine Eisenbahnbrücke, die abrupt am Stacheldraht endet; Jun zeigte darauf und meinte, das könnte eines Tages sein Weg zurück sein, falls die Wiedervereinigung kommt. Das hat mich mehr berührt, als ich erwartet hatte. Der ganze Tag fühlte sich an wie ein Blick in ein fremdes Fotoalbum – nur dass man mitten drin ist und all das hört, was unausgesprochen bleibt.
Ja, dein Guide Jun ist ein nordkoreanischer Flüchtling, der 2017 in Südkorea angekommen ist und die Tour auf Englisch leitet.
Du isst in einem von Flüchtlingen geführten Restaurant, das mindestens vier authentische nordkoreanische Gerichte serviert.
Ja, Jun lädt zu offenen Gesprächen über Alltag, Kultur und seine eigenen Erfahrungen während der Tour ein.
Mit Ferngläsern vom Aussichtspunkt aus kannst du echte nordkoreanische Dörfer sehen, die nur 2 km entfernt hinter der Grenze liegen.
Ja, für deinen Komfort ist die Abholung am Hotel zu Beginn der privaten Tour inklusive.
Die Tour führt zum Imjingak Park, einem Aussichtspunkt mit Blick auf Nordkorea und einem Mittagessen in einem von Flüchtlingen geführten Restaurant.
Die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet; Babys müssen während der Fahrt auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen.
Nein, zum Schutz der Privatsphäre ist das Filmen oder Streamen persönlicher Informationen nicht gestattet.
Dein Tag beinhaltet die Abholung am Hotel in Seoul, alle Eintrittsgelder entlang der DMZ-Route, bewegende Geschichten von deinem lokalen Guide Jun, Zeit zum Beobachten echter nordkoreanischer Dörfer mit Ferngläsern am Aussichtspunkt sowie ein traditionelles Mittagessen mit mehreren authentischen nordkoreanischen Gerichten. Die Rückkehr erfolgt bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder per Absetzung in zentralen Stadtteilen Seouls.
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