Los geht’s mit Abholung in Granada, dann wandert ihr 8 km durch Gletschertäler und vorbei an Wasserfällen in der Sierra Nevada – begleitet von einem erfahrenen lokalen Guide. Freut euch auf Bergziegen, uralte vom Eis geformte Felsen und Panorama-Aussichten aus über 3.000 Metern Höhe. Pausenplätze gibt es genug, und oft steht ihr einfach nur da und atmet die Ruhe ein.
Die Tour ist mittelschwer und findet in großer Höhe mit 600 m Aufstieg statt; regelmäßige Bewegung wird empfohlen.
Ja, die Abholung vom Stadtzentrum oder deiner Unterkunft in Granada ist dabei.
Mit etwas Glück entdeckt ihr Bergziegen, Adler, Geier und besondere Insekten oder Pflanzen der Sierra Nevada.
Nein, laut Veranstalter reichen Sportschuhe oder Sneaker aus.
Die Route umfasst etwa 8 Kilometer hin und zurück.
Ihr erreicht über 3.000 Meter am Tajos del Campanario mit Blick auf Mulhacén und weitere Gipfel.
Ja, wer möchte, bekommt warme Kleidung zur Verfügung gestellt.
Die Tour ist am besten für Leute geeignet, die regelmäßig Sport machen; sonst kann es stellenweise anspruchsvoll werden.
Dein Tag startet mit Abholung vom Stadtzentrum oder Hotel in Granada, dann geht’s mit privatem Fahrzeug über kurvige Bergstraßen hoch. Ein zertifizierter UIMLA-Bergführer begleitet dich, kennt jeden versteckten Pfad. Warme Kleidung und Wanderstöcke für Schneeabschnitte sind inklusive, ebenso eine Haftpflichtversicherung. Und natürlich bleibt genug Zeit für Fotos oder eine Pause, bevor ihr gemeinsam wieder runtergeht.
Als wir auf 2.500 Metern anhielten, fiel mir als Erstes auf, wie der Wind durch die Autotür pfiff – fast so, als wollte er uns warnen oder einfach nur Hallo sagen. Unser Guide Luis verteilte dicke Jacken (ich hatte gedacht, mein Hoodie reicht – falsch gedacht) und grinste, als wüsste er genau, was uns erwartet. Die Straße von Granada hinauf schlängelt sich in Serpentinen, immer wieder blitzen weiße Gipfel hervor; ehrlich gesagt wurde mir ein bisschen mulmig, als ich sah, wie hoch wir schon waren. Die Luft dort oben ist etwas Besonderes – klarer, aber auch dünner. Man spürt es im Brustkorb, wenn man nicht daran gewöhnt ist.
Wir starteten unsere Wanderung ins Gletschertal San Juan, das Luis „die alten Knochen des Berges“ nannte. Er zeigte uns Felsen, die aussahen, als hätten Riesen daran geknabbert – tatsächlich haben Gletscher sie über Jahrtausende geformt. Ab und zu blitzte auf einem Grat eine Bewegung auf, und man merkte, dass eine Bergziege uns beobachtete (oder vielleicht unser Tempo bewertete). Der Schnee knirschte unter unseren Stiefeln und quietschte manchmal. Einmal hielten wir an, um zu lauschen – keine Autos, keine Stadtgeräusche, nur Wind und entfernte Vogelrufe. Ich versuchte, die Vögel zu benennen, gab aber schnell auf; Luis meinte, einige seien Adler, andere Zugvögel aus Afrika. Mein Spanisch ist okay, aber seine Geduld war besser.
Der Aufstieg wird nach einer Weile richtig fordernd – 600 Höhenmeter sind nicht ohne, vor allem in dieser Höhe – aber zwischendurch gab es immer wieder Plätze zum Ausruhen, von denen man die Wasserfälle bewundern konnte, die sich durch dunkle Felsen schlängeln. Ich erinnere mich, wie ich einen Felsen berührte, der auf der einen Seite eiskalt und auf der anderen von der Sonne gewärmt war. Die Aussicht vom Tajos del Campanario ist einfach spektakulär – man sieht die Nordwand des Mulhacén (Spaniens höchsten Gipfel), den Veleta, die Alcazaba… all diese Namen klingen fast wie Zaubersprüche, bis man sie selbst sieht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so klein fühlen würde – aber auf eine gute Art.
Beim Abstieg fühlten sich meine Beine an wie Wackelpudding, aber auf diese zufriedene Weise, die man kennt. Wir haben darüber gescherzt, wer morgen Muskelkater haben wird (ich). Die Gruppe war klein, sodass niemand verloren ging oder zurückblieb; wenn jemand eine Pause brauchte, gab es genug Plätze zum Sitzen und einfach nur Genießen. Jedes Mal, wenn ich jetzt zuhause das Fenster öffne, denke ich an diese kalte, klare Luft – es ist einfach nicht dasselbe.
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