Du fährst in einer kleinen Gruppe über Fuerteventuras raue Berge, entdeckst mit deinem Guide die geheimnisvolle Geschichte der Villa Winter und läufst barfuß am wilden Cofete Strand entlang, wo nachts Meeresschildkröten nisten. Freu dich auf salzige Luft, ehrliche Geschichten und mehr Stille, als du erwartest – inklusive Abholung und geführtem Zugang.
Was mir als Erstes auffiel, war diese Stille, sobald man die Hauptstraßen auf Fuerteventura verlässt. Unsere Guide Ana schaute immer wieder in den Rückspiegel, ob wir noch alle wach waren, während unser kleiner Bus sich in die Hügel von Jandía schraubte. Die Fenster klapperten ein bisschen – nicht unangenehm, eher ein Zeichen, dass das hier keine glattgebügelte Stadtrundfahrt ist. Durch jede Ritze zog ein salziger Wind, es roch nach trockenen Kräutern und sonnenverbrannten Sträuchern. Ich dachte nur: So fühlt sich „unberührt“ wirklich an.
Wir hielten an einem Aussichtspunkt, den Ana als einen der höchsten der Insel bezeichnete. Sie zeigte uns, wo der Atlantik einfach im Dunst verschwindet – ehrlich gesagt hätte ich es fast verpasst, weil ich abgelenkt war: Eine Ziege kaute genüsslich an jemandes Schnürsenkel (zum Glück nicht an meinen). Die Fahrt hinunter zur Villa Winter fühlte sich an wie eine Geschichte, die sich langsam entfaltet. Ana erzählte von Gustav Winter – deutscher Ingenieur, geheimnisvolle Vergangenheit, viele Gerüchte. Die Villa wirkt aus der Nähe irgendwie seltsam: weiße Wände vor dunklem Vulkangestein, Fensterläden schlagen im Wind. Drinnen riecht es leicht muffig, nach altem Holz und etwas Metallischem. Ich habe versucht, mir vorzustellen, dort zu leben – aber es gelang mir nicht. Vielleicht ist das genau das Geheimnis.
Der Strand von Cofete ist einfach… viel länger, als man denkt. Keine Sonnenschirme, keine Snackbars – nur endlos heller Sand und diese Wellen, die nie zur Ruhe kommen. Wir sind eine Weile schweigend gelaufen; irgendwie passte das, bei all dem Platz um uns herum. Jemand entdeckte Schildkrötenspuren bei den Dünen und Ana war sofort begeistert, als sie erklärte, wie Meeresschildkröten hier nachts ihre Eier ablegen (sie hat sogar das Kriechen vorgemacht – ziemlich lustig). Meine Schuhe waren sofort voller Sand, aber das war mir egal.
Manchmal denke ich immer noch an den Blick von oben auf Cofete – wie die Wolken so schnell übers Wasser zogen und alles für einen Moment riesig wirkte. Wer WLAN oder schicke Cocktails sucht, sollte diese Tour auslassen. Aber wenn du neugierig auf Fuerteventuras wilde Seite bist und es nicht schlimm findest, überall Sand zu haben (wirklich überall), dann lohnt sich dieser Tagesausflug ab Morro Jable auf jeden Fall.
Die Tour findet in kleinen Gruppen mit maximal 8 Personen statt.
Ja, der klimatisierte Transport ist im Preis enthalten.
Ja, es gibt eine exklusive Führung durch das Innere der Villa Winter.
Nein, Mittagessen ist nicht inklusive; bring dir am besten Snacks mit oder iss vorher/nachher.
Ja, spezielle Kindersitze sind auf Anfrage verfügbar.
Der Strand ist naturbelassen und wunderschön, aber es gibt starke Strömungen – Schwimmen ist nicht immer zu empfehlen.
Die Fahrt durch den Naturpark Jandía dauert wegen der Bergstraßen etwa eine Stunde pro Strecke.
Ja, es gibt öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe.
Dein Tag beinhaltet die Abholung per klimatisiertem Minibus ab Morro Jable oder Umgebung, alle Fahrten durch den Naturpark Jandía mit spannenden Geschichten deines Guides, exklusiven Eintritt in die Villa Winter (nicht nur von außen), sowie ausreichend Zeit am wilden Cofete Strand, bevor es bequem zurückgeht.
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