Erkunde Cuencas mittelalterliche Gassen mit einer lokalen Führerin, die jeden beim Namen kennt, besteige alte Türme für grandiose Ausblicke, überquere die berühmte wackelige Eisenbrücke zu den Hängenden Häusern über der Schlucht und besuche Spaniens älteste gotische Kathedrale – alle Eintrittspreise inklusive. Freu dich auf Geschichten zum Anfassen, Lachen und unvergessliche Momente.
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Der Spaziergang durch Cuencas Altstadt steckt voller solcher kleinen Momente. Wir kamen an einem Platz vorbei, der von drei barocken Fassaden gesäumt war – das Seminar wirkte fast zu perfekt, bis ein Kind mit einem Ball vorbeirannte und alles plötzlich wieder lebendig wurde. Der Aufstieg zum alten Turm (aus dem 16. Jahrhundert, wie Lucía erzählte) brachte mich ganz schön außer Atem – vielleicht hätte ich doch frühstücken sollen – aber die Aussicht war atemberaubend. Von dort oben sieht man fast die ganze Stadt, die Dächer fallen steil zur Flussschlucht hinab. Lucía berichtete von den damals höchsten Häusern Europas; ich legte meine Hand an eine der kühlen Steinmauern, um die solide Bauweise zu spüren.
Dass ich beim Überqueren der eisernen Brücke von 1903 nervös wurde, hätte ich nicht erwartet – sie schwankt mehr, als man denkt. Wenn man genau hinschaut, entdeckt man noch Teile der ursprünglichen Steinbrücke. Auf der anderen Seite stehen die berühmten „casas colgadas“ – die Hängenden Häuser – mit ihren Holzbalkonen, die über die leere Luft der Huécar-Schlucht hinausragen. Für einen Moment stand ich einfach da und versuchte mir vorzustellen, wie es wäre, in einem dieser Häuser zu wohnen… Schlafen könnte ich dort wohl kaum! Trotzdem haben sie auf ihre eigenartige Art etwas Faszinierendes. Am Ende landeten wir bei einer Bronzestatue zu Ehren von König Alfonso VIII (Lucía erzählte von seinem großen Sieg), bevor wir endlich die Kathedrale von Cuenca betraten – die erste gotische Kathedrale Spaniens, wie sie sagte. Sie ist riesig und vorne unfertig; gerade das machte sie für mich besonders echt.
Ich denke noch oft daran, wie still es drinnen war – nur das Echo unserer Schritte auf dem Stein – und wie draußen alles wieder bunt und lebendig wirkte. Cuenca ist nicht glatt poliert oder auf Hochglanz getrimmt; es ist vielschichtig und voller Leben, und das macht den Charme aus.
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