Du springst in smaragdgrüne Pools bei Bellinzona, rutschst durch natürliche Wasserbahnen und seilst an Wasserfällen ab – alles in einer kleinen Gruppe mit einem Guide, der dich sicher fühlen lässt (und zum Lachen bringt). Kaltes Wasser, echte Gemeinschaft, Snacks an der Basis – und vielleicht ein Foto, das du für immer behalten willst.
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Ich geb’s zu: Am Rand des ersten Pools zu stehen und auf das klare, grüne Wasser zu schauen, hat mir kurz den Magen umgedreht. Matteo grinste nur und meinte: „Du kannst springen oder den einfacheren Weg nehmen – ganz ohne Druck.“ Also sprang ich (nicht gerade elegant). Der erste Kontakt mit dem kalten Wasser war ein Schock, dann breitete sich ein seltsamer Frieden aus, während ich kurz auf dem Wasser trieb und zu einem glatten Felsen paddelte. Beim Rutschen durch natürliche Wasserrinnen konnte ich vor Lachen kaum anhalten – selbst als mir Wasser die Nase hochstieg. Das große Abseilen am Wasserfall war der Wahnsinn; Seil in der Hand, Füße an glattem Stein, Sprühnebel im Gesicht. Ich denke noch oft an den Ausblick von der Hälfte des Abstiegs – Sonnenstrahlen, die durch die Blätter über uns flackerten.
Nach etwa zwei Stunden im Canyon (ich hab die Zeit verloren) trotteten wir in nassen Neoprenanzügen zurück zur Basis. Jemandes Snack-Riegel war zerdrückt, aber das war egal – wir waren viel zu beschäftigt damit, uns gegenseitig Geschichten zu erzählen, wer auf der 8-Meter-Rutsche am lautesten geschrien hat. Matteo hatte schon Fotos auf seinem Handy parat. Ich frage mich noch immer, wie er es schafft, auf jedem Bild cool auszusehen, während ich meistens wie eine erschrockene Robbe wirke.
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