Du fährst mit der Zahnradbahn oder Seilbahn von Alpnachstad oder Kriens auf den Pilatus, spürst jede Veränderung von Luft und Landschaft. Genieße regionale Spezialitäten in den Bergrestaurants, wandere zwischen Gipfeln oder auf dem Drachenweg und fahre dann hinunter mit dem See zu deinen Füßen – ein Tag, der lange nachwirkt.
Ich vergesse nie das erste Ruckeln, als die Zahnradbahn in Alpnachstad losfuhr – mein Kaffee hätte fast meine Jeans geflutet. Die Fenster waren nur einen Spalt offen, und der Duft von feuchtem Gras und Kiefern stieg mit, während wir steiler hinaufkletterten, als ich je für möglich gehalten hätte. Gegenüber saß ein älteres Schweizer Paar, das bei jedem Tunnel nickte, als hätten sie diese Fahrt schon ewig gemacht. Das Ganze fühlte sich fast märchenhaft an. Jemand nannte den Berg „Drachenberg“ und ich grinste, denn es wirkte wirklich wie aus einem Märchenbuch.
Startest du stattdessen in Kriens, herrscht eine andere Art von Ruhe – die Gondeln schweben über Gärten und Kuhweiden, bevor du merkst, wie hoch du schon bist. In Fräkmüntegg kreischten Kinder im Seilpark (fast hätte ich mitgemacht, aber ich habe mich doch nicht getraut). Dann steigst du um in die Drachenbahn – fünf Minuten schweben über Felsen und Bäume, während Luzern immer kleiner wird. Kurz vor der Ankunft auf Pilatus Kulm, 2132 Meter hoch, platzen einem fast die Ohren. Draußen weht ein kalter, klarer Wind, selbst im Juni.
Oben schlenderte ich zwischen Selfie-machenden Besuchern und Wanderern, die ihre Stiefel für die Gipfel Esel, Oberhaupt und Tomlishorn schnürten – ich kam nur bis zur Hälfte des Esel, dann protestierten meine Beine. Drinnen gibt’s eine kleine Galerie zum Aufwärmen, draußen nur Himmel, See und diese schroffen Schweizer Berge, so weit das Auge reicht. Im Restaurant probierte ich lokalen Käse – salzig und cremig – und lauschte einem Guide, der einer Kindergruppe auf Deutsch die Drachenlegenden erzählte. Nicht jedes Wort verstand ich, aber die Botschaft war klar: Hier steckt Geschichte in jedem Stein.
Der Abstieg ging irgendwie schneller – ich blickte immer wieder zurück zum Gipfel, bis er in den Wolken verschwand. Die letzte Fahrt solltest du nicht verpassen; ich hätte sie fast verpasst, weil ich fasziniert den Vierwaldstättersee beobachtete, wie er im späten Nachmittagslicht golden schimmerte. Manchmal denke ich noch an diesen Ausblick, wenn die Stadt zu laut wird.
Nein, das ist eine individuelle Tour ohne Führung – du erkundest alles in deinem eigenen Tempo.
Du kannst entweder in Alpnachstad (Zahnradbahn) oder in Kriens (Gondel/Seilbahn) starten.
Die Fahrt von beiden Startpunkten dauert etwa 30 Minuten bis zum Gipfel.
Nein, Mahlzeiten sind nicht inklusive, aber an Krienseregg, Fräkmüntegg und Pilatus Kulm gibt es Restaurants mit regionalen Spezialitäten.
Ja, alle Transportmittel sind rollstuhlgerecht; Kinderwagen müssen während der Fahrt zusammengeklappt werden.
Sie ist die steilste Zahnradbahn der Welt – ein einzigartiges Erlebnis zwischen Alpnachstad und dem Gipfel des Pilatus.
Assistenztiere sind auf allen Transportmitteln am Pilatus erlaubt.
Eine Reservierung für die Zahnradbahn wird empfohlen, um lange Wartezeiten zu vermeiden; Fahrpläne solltest du genau prüfen.
Deine Rundfahrt umfasst alle Fahrten: die Panoramagondel zwischen Kriens und Fräkmüntegg, die Drachenbahn zum Pilatus Kulm sowie die Fahrt mit der steilsten Zahnradbahn der Welt von Alpnachstad zum Gipfel – einfach dein Ticket an jeder Station vorzeigen und in deinem Tempo losfahren.


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