Mit einem lokalen Guide wanderst du tief in den El Yunque Regenwald, schwimmst in wilden Naturpools unter dichtem Blätterdach, schwingst dich – wenn du mutig bist – am Seil ins Wasser oder rutschst die Felsen hinunter. Danach gibt’s Snacks, bevor es zurückgeht – matschige Schuhe inklusive. Nicht schick, aber unvergesslich.
Ich geb’s zu – meine Schuhe waren nicht wirklich bereit für den Matsch. Wir trafen unseren Guide Carlos in Fajardo (auf dem Parkplatz von Ralph’s, nicht gerade ein magischer Ort), und er grinste, als er meine Sneaker sah. „Warte ab“, meinte er nur. Die Fahrt hinauf in den El Yunque war ein Wechselspiel aus Nebelgrün und Sonnenstrahlen – Fenster runter, überall roch es nach feuchter Erde und irgendwas Süßem, das ich bis heute nicht benennen kann. Wir waren nur zu zehnt, das fühlte sich genau richtig an. Keine Massen, keine lauten Guides mit Fähnchen.
Carlos startete mit einer kurzen Sicherheitseinweisung und verteilte Schwimmwesten (ich dachte erst, das sei übertrieben – bis ich den Fluss sah). Er erzählte Geschichten von seiner Abuela, die hier Kräuter sammelte, zeigte uns Bäume, deren Namen ich sofort wieder vergaß, und lachte, als jemand „coquí“ aussprechen wollte. Die Wanderung selbst war nicht zu schwer, aber an manchen Stellen ziemlich rutschig – überall Wurzeln, manchmal musste man einfach einen Ast packen und hoffen, dass es hält. Nach etwa 40 Minuten kamen wir am ersten Pool an: kaltes Wasser, Sonnenlicht flackerte durch die Blätter, und da hing dieses Seil, das wacklig aussah, aber locker gehalten hat. Mein Sprung ins Wasser war alles andere als elegant. Trotzdem haben alle gejubelt.
Der zweite Pool war ruhiger. Ein paar von uns sind die Vulkanrutsche runter – glatter als gedacht, aber meine Shorts waren danach definitiv voller Matsch. Es gab diesen Moment, in dem wir einfach alle still im Wasser trieben, nur Vögel und das Rauschen hörten. Niemand hat geredet. Die Snacks danach schmeckten besser als sonst (wahrscheinlich, weil wir sie uns verdient hatten), und Carlos hat tatsächlich später Fotos per SMS geschickt, wie versprochen.
Ich denke immer noch an diesen Sonnenfleck auf dem Wasser, kurz bevor wir zurückgewandert sind – wie plötzlich alle für einen Moment still waren, ganz ohne Absprache. Wer laute Action sucht oder Perfektion erwartet, ist hier falsch. Aber wenn du für ein paar Stunden wirklich Puerto Rico spüren willst – mit Locals, die ihre Heimat lieben – dann ist dieser Ausflug ab Fajardo oder Luquillo kaum zu toppen.
Du kannst am Ralph’s Food Warehouse in Fajardo mit dem eigenen Auto starten oder – bei Voranmeldung – den Shuttle ab Luquillo, Fajardo oder Carolina nutzen.
Transport ist nur dabei, wenn du ihn bei der Buchung auswählst. Sonst brauchst du ein eigenes Auto, da es dort weder Uber noch Taxis gibt.
Du solltest durchschnittlich fit sein – es ist stellenweise rutschig und wurzelig, aber mit etwas Beweglichkeit schaffen es die meisten problemlos.
Du wanderst durch den Regenwald, schwimmst in Naturpools, nutzt eine Seilschaukel, rutschst über Vulkangestein und genießt gemeinsam Snacks.
Ja, für alle Teilnehmer werden beim Schwimmen Schwimmwesten bereitgestellt.
Die Gruppen bleiben klein – maximal 14 Personen – damit der Guide auf jeden eingehen kann.
Ja, Assistenzhunde sind laut aktuellen Richtlinien auf dieser Tour erlaubt.
Ja, die vom Guide gemachten Fotos und Videos bekommst du später am selben Tag per SMS oder E-Mail zugeschickt.
Dein Tag beinhaltet: Wasserflaschen, Schwimmwesten für sicheres Baden, Snacks nach der Wanderung, Eintritt zu allen Spots unterwegs, Fotos und Videos vom Guide – und falls gebucht – Shuttle-Abholung ab Luquillo, Fajardo oder Carolina für deinen halbtägigen Ausflug.
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