Du fährst deinen eigenen Buggy über matschige Pfade rund um den Sete Cidades-Krater, begleitet von einem lokalen Guide. Freu dich auf spektakuläre Seenblicke aus der Höhe, spannende Geschichten über alte Aquädukte und entspannte Pausen an der frischen Luft. Zeit für Fragen oder einfach nur still am Lagoa Azul stehen – hier geht nichts hektisch. Am Ende hast du vielleicht dreckige Schuhe, aber auch unvergessliche Erinnerungen.
Das Erste, woran ich mich erinnere, ist das Geräusch – dieses tiefe, fröhliche Brummen des Buggy-Motors, das von den grünen Hügeln widerhallte. Immer wieder warf ich einen Blick zu unserem Guide Tiago, der scheinbar jede Kurve schon kannte, bevor wir sie erreichten. Los ging’s nahe Ponta Delgada, Helm auf und Handschuhe, die für meine Hände viel zu groß waren (zum Glück tauschte ich sie später mit meinem Partner). Die Luft roch feucht und erdig, wie Regen auf altem Stein. Tiago grinste und meinte, wir sollten uns keine Sorgen um den Dreck machen – „das gehört einfach zum Sete Cidades-Erlebnis dazu“, sagte er.
Wir rumpelten am Aquädukt „Mauer der neun Fenster“ vorbei – ein uraltes Bauwerk, von dem ich vorher noch nie gehört hatte. Tiago erzählte, wie es damals das Wasser nach Ponta Delgada leitete. Die Bögen wirkten im Nebel fast wie aus einer anderen Welt. Ein Moment, in dem wir einfach anhielten und lauschten: Vogelgezwitscher aus den Bäumen, eine Kuhglocke in der Ferne. Ich versuchte „Lagoa Verde“ richtig auszusprechen (Li lachte über meinen Akzent), aber ehrlich gesagt konnte ich kaum wegsehen von diesen Farben – grünes Wasser auf der einen Seite, blaues auf der anderen. Die Legende hier stimmt schon irgendwie; irgendwas mit einer Prinzessin und einem Hirten, aber Tiago meinte, es sei eigentlich nur Sonnenlicht und Algen, die uns täuschen.
Auf 845 Metern Höhe pfiff der Wind durch meine Jacke – kälter als erwartet für Juni. Wir standen an einem Aussichtspunkt, von dem aus man Lagoa de Santiago und Lagoa Azul gleichzeitig sehen konnte, während unten Kühe wie weiße Punkte verstreut waren. Die ganze Caldera wirkt von dort oben riesig; man verliert fast das Zeitgefühl, wenn man den Wolken zusieht, wie sie über die Seen ziehen. Wenn du einen Tagesausflug nach Sete Cidades von Ponta Delgada oder anderswo auf São Miguel planst, ist das hier um Längen spannender als Busfahren.
Wochen später finde ich immer noch roten Staub in meinen Schuhen. Die Rückfahrt war ruhiger – vielleicht waren alle müde oder einfach erfüllt von diesem seltsamen, friedlichen Gefühl, das man nach einem Tag draußen bekommt. Tiago winkte uns zum Abschied, als wir die Helme zurückgaben; wahrscheinlich macht er das jede Woche, aber gelangweilt wirkte er kein bisschen. Wenn du Lust hast, selbst einen Buggy zu steuern und kein Problem damit hast, ein bisschen dreckig zu werden (oder über dich selbst zu lachen, wenn du Portugiesisch versuchst), lohnt sich diese Tour auf jeden Fall.
Ja, du steuerst deinen eigenen Buggy auf Straßen und Offroad-Strecken rund um den Vulkan Sete Cidades.
Ja, ein erfahrener lokaler Guide begleitet die Gruppe während der gesamten Tour.
Du besuchst den Aquädukt „Mauer der neun Fenster“, verschiedene Aussichtspunkte wie Lagoa Verde und Lagoa Azul sowie Panorama-Spots entlang der Cumeeiras.
Ja, alle Teilnehmer erhalten Helme und Handschuhe.
Nein, Verpflegung ist nicht enthalten, nur Sicherheitsausrüstung und Führung.
Der höchste Punkt liegt auf 845 Metern mit grandiosem Blick über die Caldera-Seen.
Nein, Schwangeren oder Personen mit Rücken- oder Herz-Kreislauf-Problemen wird von der Tour abgeraten.
Die Tour ist auf kleine Gruppen beschränkt, um eine persönliche Betreuung durch die Guides zu gewährleisten.
Dein Tag beinhaltet die Nutzung deines eigenen Buggys inklusive Kraftstoff, Sicherheitsausrüstung wie Helm und Handschuhe vom Team, eine Vollkaskoversicherung während der Fahrt sowie die Begleitung eines lokalen Experten, der dir spannende Geschichten auf den Vulkanpfaden erzählt.
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