Du tauchst direkt ins Leben von Iquitos ein – mit dem Motokar zum Belen Markt, wo du wilde Früchte probierst und mit Marlon feilschst, danach gleitest du mit dem Boot durch den Alltag der schwimmenden Stadt. Freu dich auf neue Geschmäcker, Einblicke ins Flussleben und kleine Überraschungen an jeder Ecke.
Marlon wartete schon in der Nähe vom Fitzcarraldo, als ich ankam – er winkte, als würden wir uns schon ewig kennen. Wir sprangen in einen Motokar, so ein rumpelndes Gefährt, das jeden Schlagloch spüren lässt, und düsten zum Belen Markt. Die Luft veränderte sich sofort – schwerer, mit einem Mix aus Fluss-Schlamm und frittierten Kochbananen. Im Markt herrschte ein herrliches Durcheinander: Frauen boten Kräuter aus dem Dschungel an, Kinder flitzten zwischen den Ständen hin und her, jemand rief nach Camu Camu Saft (ich probierte – so sauer, dass einem der Kiefer zusammenzieht). Marlon zeigte immer wieder auf Dinge – getrockneter Fisch hier, Fläschchen mit Hausmitteln dort – und lachte, als ich „Aguaje“ versuchte auszusprechen. Ich glaube, ich hab’s jedes Mal verhauen.
Wir schlichen uns in ruhigere Ecken, wo die Gerüche von rauchig zu süß wechselten – an einem Stand lagen kleine gelbe Früchte, die ich noch nie zuvor gekostet hatte. Marlon reichte mir Scheiben, ohne zu sagen, was es war („Probier einfach“, grinste er). Er half mir auch beim Feilschen um ein paar geflochtene Armbänder; ehrlich gesagt hätte ich auch das Doppelte bezahlt, wenn er nicht eingegriffen hätte. Irgendwann klebte mein Schuh an irgendwas auf dem Boden (frag lieber nicht), aber ich war viel zu beschäftigt, einem alten Mann zuzusehen, wie er mit ruhiger Hand einen riesigen Fisch zerlegte.
Dann kam die Bootsfahrt. Wir glitten über schlammige Stufen hinunter und stiegen in so ein hölzernes Kanu mit einem flicken Motor. Der Fluss stand hoch an dem Tag – die Stelzenhäuser schienen direkt neben uns zu schweben. Kinder winkten aus den Türöffnungen, eine Frau saß Yuca zu schälen, während ihr Radio Cumbia so laut spielte, dass man es über den Motor hörte. Marlon erklärte, wie sich alles verändert, wenn das Wasser steigt – das ganze Viertel verändert seine Form. Es gibt diesen stillen Moment, wenn man an Wäscheleinen und Hühnern vorbeigleitet, die über dem Wasser sitzen – schwer zu beschreiben, aber es bleibt einem im Herzen. Bei mir ist das bis heute so.
Die Tour beginnt vor dem Restaurante Fitzcarraldo, nur zwei Blocks von der Plaza de Armas in Iquitos entfernt.
Ja, der private Transport mit Motokar und Boot zwischen den Stationen ist im Preis enthalten.
Ja, während der Marktbesichtigung gibt es ausgewählte Kostproben lokaler Früchte und Spezialitäten.
Ja, der erfahrene Einheimische Marlon führt dich durch die Tour, beantwortet Fragen und hilft beim Feilschen.
Geschlossene Schuhe sind empfehlenswert, da die Wege im Markt und im schwimmenden Viertel uneben sind.
Die genaue Dauer ist nicht festgelegt, aber die Fahrt führt durch die wichtigsten Bereiche der schwimmenden Stadt Belen.
Dein Tag beinhaltet Wasserflaschen, privaten Motokar-Transfer vom Zentrum Iquitos zum Belen Markt, geführte Erkundung mit ausgewählten Verkostungen im Markt sowie eine Bootstour durch La Venecia Loretana – alles begleitet von einem lokalen Guide, der jeden beim Namen kennt.


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