Du wachst vor Sonnenaufgang in Cusco auf für einen geführten Tagesausflug zum Humantay-See – inklusive Hotelabholung. In Mollepata gibt’s Frühstück, bevor du durch klare Bergluft wanderst. Ehrliche Momente erwarten dich: müdes Lachen auf dem Weg, Geschichten deiner Guide und stille Zeit am türkisblauen Wasser, bevor du dich ein wohlverdientes Mittagessen gönnst.
„¿Listos?“ fragte unser Fahrer um 4:10 morgens, seine Stimme überraschend munter für diese Uhrzeit. Ich erinnere mich, wie ich halb verschlafen in der Hotellobby an meinem Jackenreißverschluss herumfummelte. Im Van war es schon warm, und alle sahen ein bisschen verschlafen, aber auch aufgeregt aus. Unsere Guide Mariela verteilte Beutel mit Coca-Tee und grinste – sie meinte, das hilft gegen die Höhe bei der Tour zum Humantay-See. Dass ich vor Sonnenaufgang lachen würde, hatte ich nicht erwartet, doch jemand machte einen Witz übers Wandern vor dem Frühstück, und plötzlich war die Stimmung viel leichter.
Die Straße aus Cusco raus war still, Scheinwerfer warfen Licht auf Steinmauern und streunende Hunde. Nach zwei Stunden hielten wir in Mollepata zum Frühstück – nichts Besonderes, einfach Eier, Brot und starker, rauchiger Kaffee. Draußen war es so kalt, dass man den Atem sehen konnte, drinnen im kleinen Restaurant herrschte dagegen Wärme und lebhafte Gespräche von anderen Wanderern, die sich auf ihren Tag am Humantay-See vorbereiteten. Mariela zeigte uns durch das Fenster den schneebedeckten Gipfel des Salkantay und erzählte Geschichten von Berggeistern, während wir aßen. Ich versuchte „Apu Salkantay“ nachzusprechen und habe es wahrscheinlich total verhauen – sie lachte, war aber erfreut, dass ich es versucht habe.
Die Wanderung begann nach einer weiteren holprigen Stunde auf einer Schotterpiste – meine Zähne klapperten bei jeder Kurve. Die ersten Schritte fühlten sich leicht an, doch dann wurde die Luft schnell dünner. Man hörte nichts außer dem Knirschen der Stiefel auf dem Kies und leises Atmen hinter mir. Einmal blieb ich stehen, um Luft zu holen (und vielleicht auch meinen Stolz), und bemerkte, wie blau der Himmel im Kontrast zum weißen Schnee über uns war. Einige Einheimische kamen mit Maultieren vorbei, die Vorräte trugen; sie grüßten mit einem Nicken, ohne ihr Tempo zu drosseln.
Und plötzlich war er da – das türkisfarbene Wasser des Humantay-Sees, fast zu hell im Vergleich zu den Felsen. Am Ufer frischte der Wind auf, meine Hände wurden taub beim Halten der Kamera, aber ehrlich gesagt machte ich kaum Fotos, weil es viel schöner war, einfach dazustehen und nur dem Wind zu lauschen. Mariela gab uns Zeit zum Umherwandern oder still Sitzen; sie teilte ein paar Coca-Blätter als Opfergabe an den See (ich machte mit, ohne genau zu wissen, was ich tat). Auf dem Rückweg wackelten meine Beine, doch das Mittagessen in Mollepata – ein Buffet mit Reis, Hühnereintopf und Kartoffeln – schmeckte wie nie zuvor. Manchmal denke ich noch an diese Aussicht, wenn es zuhause mal wieder zu laut wird.
Die Fahrt dauert insgesamt etwa drei Stunden: zwei Stunden bis Mollepata zum Frühstück, dann noch eine Stunde auf einer Schotterpiste bis zum Wanderstart.
Ja, das Frühstück in Mollepata ist vor der Wanderung inklusive.
Die Wanderung ist moderat anspruchsvoll wegen der Höhe und Steigung; du kannst dein eigenes Tempo wählen und oft Pausen machen.
Die Abholung vom Hotel in Cusco startet je nach Standort gegen 4:00 Uhr morgens.
Ja, nach der Wanderung gibt es in Mollepata ein Buffet-Mittagessen.
Ja, jeder bekommt einen Wanderstock für die Strecke gestellt.
Keine spezielle Ausrüstung nötig, aber feste Schuhe, warme Kleidung, Sonnencreme und Wasser sind wegen Wetter und Höhe empfehlenswert.
Ja, ein professioneller lokaler Guide begleitet die Gruppe den ganzen Tag.
Dein Tag startet mit früher Hotelabholung in Cusco, privatem Transport mit erfahrenem Fahrer und Guide, dazu Frühstück und ein herzhaftes Buffet-Mittagessen (auch vegetarisch) in Mollepata – vor und nach der Wanderung zum Humantay-See. Wanderstöcke gibt’s auf Wunsch dazu.
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