Schlemme dich durch Wiens Straßen – von frischer Bretzel über legendäre Würstelstände bis zu Schnitzel und Gulasch in einer gemütlichen Gaststube. Zum Schluss gibt’s Kaiserschmarrn, während dein Guide Geschichten erzählt und für gute Stimmung sorgt. Du gehst satt – im wahrsten Sinne des Wortes.
Kaum hatten wir die Straßenbahnstation hinter uns gelassen, reichte mir unsere Guide Anna eine noch warme Bretzel direkt aus dem Bäckereifenster. Sie grinste und sagte etwas auf Deutsch, das ich mit meinem holprigen Versuch zum Nachsprechen komplett verhunzte – sie lachte, aber freundlich. Die Kruste war knusprig, doch das Innere weich und zäh, sodass ich kurz innehielt. Es war einfach Brot, aber irgendwie auch viel mehr. Vielleicht lag es am Duft von Hefe und Straßenkaffee oder daran, wie sich die Leute auf der Straße zunickten.
Als Nächstes steuerten wir einen dieser klassischen Wiener Würstelstände an – Anna nannte sie „Würstelstände“, und anscheinend sind sie inzwischen sogar UNESCO-Weltkulturerbe (was ich nicht erwartet hatte). Der Mann hinter dem Tresen schnitt uns eine Wurst auf und erzählte Anna, dass er dort arbeitet, seit ich geboren wurde. Draußen mit Einheimischen bei Dämmerung zu stehen, scharfen Senf von einem Papp-Teller zu essen – das hat etwas Geheimnisvolles an sich. Hier geht es bei der Wien Food Tour eben nicht nur ums Essen, sondern um die kleinen Rituale drumherum.
Die nächste Einkehr fühlte sich an wie ein Wohnzimmerbesuch bei einer Großmutter, die dunkles Holz und Spitzengardinen liebt. Wir probierten Wiener Schnitzel (ich denke noch immer daran, wie leicht das Panier war) und Gulasch, das meine Lippen prickeln ließ. Anna erzählte Geschichten aus ihrer Familie, wie ihr Onkel immer zu viel Paprika reinmacht. Die Luft roch nach gebratenem Butter und etwas Süßem, das ich erst beim Dessert erkannte: Kaiserschmarrn. Das sieht zwar etwas chaotisch aus, wie zerfetzte Pfannkuchen mit Zucker, aber ich liebte, wie alle am Tisch einfach ohne großes Tamtam zugriffen.
Ich erinnere mich noch, wie Anna am Ende zum Abschied winkte und „Bis bald!“ sagte. Vielleicht sagt sie das zu jedem, aber in dem Moment fühlte es sich echt an. Wenn du in Wien einen Tag erleben willst, der sich nicht wie ein Abhaken von Sehenswürdigkeiten anfühlt, sondern wie gemeinsames Teilen von Essen mit neuen Freunden – dann ist das hier genau das Richtige.
Die genaue Dauer steht nicht fest, aber rechne mit mehreren Stunden und vier Stationen für ein komplettes Essenserlebnis.
Es werden keine speziellen vegetarischen Optionen erwähnt; die traditionellen Gerichte enthalten meist Fleisch.
Ja, Wasser ist dabei und mindestens ein alkoholisches Getränk für Gäste ab 18 Jahren.
Eine Abholung ist nicht vorgesehen; öffentliche Verkehrsmittel sind in der Nähe.
Ja, Babys und Kinder sind willkommen; Kinderwagen sind erlaubt und Babysitze können bei Bedarf bereitgestellt werden.
Die Hauptsprache ist Englisch; auf Wunsch kann auch Deutsch gesprochen werden.
Eine frühzeitige Buchung wird empfohlen, da die Gruppen klein und persönlich gehalten werden.
Dein Tag beginnt mit einer englischsprachigen lokalen Guide, die dich zu vier Stationen führt – von frischer Bretzel über klassische Würstelstand-Kost bis hin zu herzhaftem Schnitzel und Gulasch in einer Gaststube, plus Kaiserschmarrn oder einem anderen typischen Dessert. Wasser und mindestens ein alkoholisches Getränk (für Erwachsene) sind inklusive – am Ende hast du ein volles Mahl genossen.
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