Probier klassischen Wiener Leberkäse direkt neben Einheimischen, snacke Sandwiches und Pralinen in versteckten Läden, genieße österreichische Weine in prachtvollen Sälen und geheimen Kellern – alles begleitet von einer lokalen Guide, die jede Abkürzung und Geschichte kennt. Freu dich auf Spaß, neue Geschmäcker und vielleicht ein paar Krümel auf der Jacke.
Fast hätte ich den ersten Bissen verpasst, weil ich zu sehr auf den alten Tresen starrte – unsere Guide Anna grinste nur und reichte mir eine Scheibe Leberkäse. Eigentlich waren es drei Sorten. Der Laden roch nach frisch gebackenem Brot und etwas Pfeffrigem. Ich versuchte „Leberkäse“ richtig auszusprechen, aber das klang eher nach Kauderwelsch; Anna lachte und meinte, selbst die Wiener streiten sich, welcher der beste ist. Wir standen dicht gedrängt neben ein paar älteren Wienern, die uns anerkennend zunickten, als hätten wir eine Prüfung bestanden. Und das war erst der Anfang dieser Wiener Food Tour – ich fühlte mich sofort, als wäre ich Teil ihres Alltags.
Danach tauchten wir in Annas „Geheimtipp“ ein – mehr verriet sie nicht, bis wir dort ankamen. Nur so viel: Ein winziger Laden, flinke Hände und ein süßer Duft in der Luft (mehr will ich nicht verraten). Plötzlich standen wir wieder draußen, schlenderten durch die Altstadt, mit Krümeln auf der Jacke. Zwischendurch fiel mir auf, wie still die Stadt zwischen den Straßenbahn-Glocken werden kann – nur Schritte und dieses höfliche Wiener Flüstern. Weiter ging’s zu einem berühmten Sandwich-Stand, wo man sich die Füllung aussucht (ich geriet in Panik und zeigte wild drauf), dazu ein kleines Bier, das um 11 Uhr morgens überraschend gut schmeckte.
Die Weinverkostung fand später in einem alten Palais statt – prunkvolle Decken, aber alle entspannt, während Teller mit Schinken, scharfem Kren und dampfendem, frischem Brot herumgereicht wurden. Jemand fragte nach den österreichischen Weingesetzen (ich wusste gar nicht, dass die so streng sind), und unser Gastgeber erklärte das beim Einschenken von Grüner Veltliner. Meine Notizen waren zu dem Zeitpunkt nur noch verschmierte Flecken von Schokoladenfingern, denn ja, es gab auch eine Station mit Pralinen – Reihen von glänzenden, zarten Köstlichkeiten hinter Glas. Besonders der salzige Karamell bleibt mir im Kopf.
Der letzte Halt führte uns eine Treppe hinab in einen Keller mitten in Wien – fast versteckt vor den Touristenmassen oben. Noch mehr Wein (diesmal Rotwein), Geschichten von alten Wiener Familien, die diese Orte seit Generationen besitzen... Es endete ruhig, aber irgendwie hatte man das Gefühl, etwas Besonderes entdeckt zu haben, das viele verpassen. Ich ging satt, aber nicht vollgestopft, und vor allem froh, dass ich ja gesagt hatte zu einem Tag voller Essen, Lachen und neuen Freunden, die man beim Dessert fand.
Die Tour dauert etwa 2,5 Stunden.
Ja, alle Essen- und Getränkekostproben sind inklusive.
Ja, es gibt mehrere Weinproben während der Tour.
Nein, es gibt keinen Abholservice; Treffpunkt ist vor Ort.
Kinder sind willkommen, wenn sie von einem Erwachsenen begleitet werden; Babys können im Kinderwagen mitkommen.
Du probierst Wiener Leberkäse, Sandwiches, österreichischen Schinken mit Kren und Brot, Pralinen sowie lokale Weine.
Ja, der Treffpunkt ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Ja, die Tour findet bei jedem Wetter statt; bitte passend kleiden.
Dein Tag umfasst alle Verkostungen – von drei Leberkäse-Sorten über Sandwiches bis zu feinen Pralinen – dazu österreichische Weine in eleganten Sälen und gemütlichen Kellern. Eine lokale Expertin führt dich durch die Tour; Wasser und Snacks sind ebenfalls inklusive.


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