Du radelst mit einem lokalen Guide durch Amsterdams ruhigere Viertel, probierst dich im Graffiti am NDSM und fischst Metall-Schätze aus den Kanälen – alles auf holländischen Fahrrädern, die perfekt zu dir passen. Freu dich auf Spaß, ungewöhnliche Fundstücke und Einblicke, die du alleine nicht bekommst.
Das Erste, woran ich mich erinnere, ist unser Guide Sander, der uns vor einem kleinen Café im Jordaan zu sich winkte, wo eine bunte Mischung aus Fahrrädern stand. Er gab mir ein Rad, das perfekt zu meiner Größe passte (ich bin nicht groß, das fand ich super), und scherzte, dass holländische Kinder eher Fahrrad fahren lernen als laufen. Die Stadt roch nach frischem Brot und leichtem Regen – ein typischer Morgen in Amsterdam. Vorsichtig wackelten wir durch enge Gassen, während Sander auf eine Bäckerei zeigte, in der seine Oma früher Stroopwafels kaufte. Fast wäre ich an einem Blumenstand hängen geblieben, weil ich die schiefen Fenster der Grachtenhäuser bewunderte – die sind wirklich einzigartig.
Wir machten Halt im Westerpark, wo die Vögel lauter schienen als die Straßenbahnen. Dort stand eine alte weiße Zugbrücke, die beim Überqueren knarrte; Sander meinte, die sei die schönste in der Stadt, wirkte aber, als wolle er nicht angeben. Danach schlängelten wir uns durch die kleinen Gassen des Jordaan – ehrlich gesagt verlor ich den Überblick, welche Straße wir gerade fuhren, weil an jeder Ecke eine neue Geschichte, ein Wandbild oder jemand mit Hund im Fahrradkorb vorbeikam. Irgendwann probierten wir Magnetfischen im Kanal aus. Es war irgendwie befriedigend, als mein Freund eine alte Fahrradklingel aus dem Wasser zog (Sander meinte, das zählt als Schatz). Meine Hände rochen danach stundenlang nach Flusswasser und Rost.
Die Fährfahrt rüber nach Amsterdam Nord war kurz, aber kalt – der Wind vom Wasser weckte alle auf. Dort dominieren Container und Street Art, besonders am NDSM-Werftgelände. Bei einem Graffiti-Workshop durften wir selbst Spraydosen in die Hand nehmen; mein „Kunstwerk“ sah eher aus wie ein verwirrter Oktopus, aber das störte niemanden – ein Einheimischer lachte und gab mir Tipps, wie ich die Dose ruhiger halten kann. Der Geruch von Farbe mischte sich mit Kaffeeduft aus einer Bar, die aus Containern gebaut ist. Ich denke noch oft an diese ungewöhnliche Mischung aus Farben, Geräuschen – das Knarren der Kräne, Musik aus der Ferne – und wie anders das im Vergleich zum Zentrum von Amsterdam war.
Ja, du musst kein Profi sein; die Strecken sind leicht und es gibt Fahrräder in allen Größen.
Die Tour führt durch Jordaan, das Grachtenviertel, Westerpark und Amsterdam Nord inklusive NDSM-Werft.
Du benutzt einen starken Magneten an einer Schnur, um Metallgegenstände aus den Amsterdamer Kanälen zu angeln.
Ja, du kannst bei einem Graffiti-Workshop am NDSM in Amsterdam Nord mitmachen, begleitet von Einheimischen.
Fahrräder stehen für Kinder ab 12 Jahren bereit; für jüngere Kinder oder private Touren bitte die Veranstalter kontaktieren.
Ja, die Überfahrt mit der Fähre nach Amsterdam Nord ist Teil des Erlebnisses.
Die gesamte Tour dauert etwa 3 Stunden von Anfang bis Ende.
Bei schlechtem Wetter, das Radfahren unsicher macht, kannst du einen Ersatztermin wählen oder bekommst dein Geld zurück.
Dein Tag umfasst ein holländisches Fahrrad in deiner Größe, alles nötige Equipment fürs Magnetfischen und Graffiti am NDSM, die Fährüberfahrt und die Begleitung eines lokalen Guides, der jede Abkürzung und Geschichte in Amsterdams ruhigeren Ecken kennt.


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