Du wanderst durch Rotoruas wildesten Geothermalpark, während Dampf um deine Füße tanzt und Geschichten deiner Führerin nachhallen. Tauche in heilende Schlammbecken ein, probiere Māori-Schnitzen aus (Vorkenntnisse nicht nötig!) und spüre die rohe Energie unter deinen Füßen. Es ist wild, lebendig und überraschend warm – von der Erde und den Menschen.
„Es riecht nach Eiern, aber irgendwie gar nicht unangenehm“, war mein erster Gedanke, als wir den Hell’s Gate Geothermalpark in Rotorua betraten. Unsere Führerin Mereana lächelte nur und sagte: „So merkt man, dass die Erde lebendig ist.“ Dampf kringelte sich um unsere Füße, der Boden fühlte sich warm an – fast wie auf einem riesigen Kochtopf zu stehen. Immer wieder dachte ich daran, wie nah wir an all dem kochenden Wasser und Schlamm waren. Manchmal drehte der Wind und plötzlich war alles still, bis auf das Blubbern eines Schlammbeckens irgendwo hinter uns. Schon ein bisschen unheimlich.
Der Weg selbst ist nicht schwer, aber man sollte aufpassen – manche Pfade sind uneben und kleine Dampfwolken überraschen dich, wenn du nicht aufpasst. Wir blieben bei einem Schlammvulkan stehen (ja, ein echter Vulkan aus Schlamm) und Mereana erzählte, wie Krieger früher nach Kämpfen hierher kamen, um ihre Wunden zu heilen. Ich tauchte meine Finger in das Fußbecken – es fühlte sich warm und glatt an, fast seidig? Ganz anders als ich erwartet hatte bei dem grauen Brei. Irgendwie hatte das etwas Beruhigendes.
Mit dem Māori-Schnitzen hatte ich erst nicht viel am Hut, aber dann hat es mich richtig gepackt. Das Holz roch würzig unter meinen Händen, und mein Versuch, eine Koru-Form zu schnitzen, war… sagen wir mal, nicht ausstellungstauglich. Der Schnitzer, der uns half (ich glaube, er hieß Tama), lachte, als ich fragte, ob er oft Splitter bekommt – er hielt nur seine Hände hoch und meinte „Berufsrisiko“. Dieser Moment blieb mir länger im Kopf, als ich dachte.
Der Rundgang kann in eigenem Tempo gemacht werden; die meisten verbringen 1-2 Stunden im Hell’s Gate Park.
Ja, täglich starten kostenlose Führungen; aktuelle Zeiten findest du auf der Hell’s Gate Webseite.
Ja, Kinder sind willkommen, müssen aber von einem Erwachsenen begleitet werden.
Ja, du kannst während deines Besuchs bei Hell’s Gate Māori-Schnitzen ausprobieren.
Du solltest auf unebenem oder unbefestigtem Gelände laufen können; ansonsten ist die Tour für alle Fitnesslevels geeignet.
Dein Tag beinhaltet den Eintritt in den Hell’s Gate Geothermalpark mit geführtem oder eigenständigem Rundgang. Du hast Zeit, Hände oder Füße in heilenden Schlammbecken zu baden und dich beim Māori-Schnitzen kreativ auszuprobieren – ganz ohne Zeitdruck, wenn du nicht möchtest.
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