Du fährst von Marrakech ins farbenfrohe Ourika Tal, trinkst Minztee mit Berberfamilien und spürst den Sprühnebel der Setti Fatma Wasserfälle. Es gibt Zeit für gemütliche Spaziergänge durch Bergdörfer, ein Mittagessen am rauschenden Fluss und vielleicht auch ein bisschen Feilschen auf dem lokalen Markt, wenn du an einem Markttag dort bist. Hier geht es nicht darum, Sehenswürdigkeiten abzuhaken, sondern um kleine Momente, die im Herzen bleiben.
Der Tag begann etwas holprig – ich hatte meine Sonnenbrille vergessen, was erst kein großes Ding schien, bis wir die erste sonnenverwöhnte Strecke aus Marrakech rausfuhren. Unser Fahrer Hassan grinste nur und reichte mir seine Ersatzbrille. Ob er das bei jedem macht oder nur bei mir, weil ich so geblendet war, weiß ich nicht – aber es gab gleich den richtigen Ton an. Die Fahrt ins Ourika Tal dauert etwa eine Stunde, doch die Stadt verschwindet schnell hinter einem – plötzlich ist alles rote Erde und diese vielschichtigen Atlasgipfel, die auf Fotos fast unwirklich wirken. Wir hielten oft an der Mohamed-VI-Straße für Fotos (Hassan rief immer „Noch ein Berg!“) und ich habe am Ende viel zu viele unscharfe Aufnahmen durchs Fenster gemacht.
Kurz vor Setti Fatma stoppten wir bei einer kleinen Arganöl-Kooperative, die drei Schwestern betreiben. In der Luft lag ein nussiger, fast süßer Duft, und sie zeigten uns, wie sie alles von Hand mahlen. Ich versuchte auf Berberisch Danke zu sagen (klappte nicht), was sie zum Lachen brachte. Dieser Moment blieb mir länger im Kopf als gedacht. Dann gingen wir in eines dieser typischen roten Lehmbauten – eine Großmutter winkte uns herein, ihre Enkel lugten hinter ihrem Rock hervor. Die Wände waren kühl, obwohl es draußen schon warm war. Zum Mittagessen saßen wir direkt am Fluss: Tagine köchelte vor sich hin, Minztee wurde so hoch eingeschenkt, dass er schäumte. Wenn ich heute daran zurückdenke, schmeckt mir der Tee noch besser.
Die Wanderung zu den Setti Fatma Wasserfällen ist nicht lang, aber es gibt rutschige Stellen – meine Schuhe waren nicht gerade für Felsen gemacht, also bot unser Guide Youssef mehr als einmal seinen Arm an (ich tat so, als bräuchte ich ihn nicht). Das Wassergeräusch wird lauter, bevor man die Wasserfälle sieht; dann spritzt einem plötzlich der kühle Nebel ins Gesicht und alle lachen, während sie versuchen, nahe heranzukommen, ohne reinzufallen. Montags findet hier der Markt Tnin Ourika statt – ein buntes Durcheinander aus Gewürzen, Stimmengewirr und Hühnern, die zwischen den Füßen herumflitzen. Wir hatten das nicht geplant, erwischten aber noch das Ende – ein echtes Glück.
Das Ourika Tal liegt etwa 67 km (circa 1 Stunde) mit dem Auto von Marrakech entfernt.
Ja, Abholung und Rückfahrt vom Hotel oder Riad in Marrakech sind inklusive.
Ja, die Tour führt zu traditionellen Berberdörfern und -häusern entlang des Tals.
Die Setti Fatma Wasserfälle bestehen aus sieben Kaskaden, die man zu Fuß erkunden und den kühlen Wasserspray genießen kann.
Ja, ein Essen am Fluss bei einem Berberhaus ist im Programm enthalten.
Die Tour ist rollstuhlgerecht und für Kinderwagen geeignet; einige Wanderabschnitte können jedoch anspruchsvoll sein.
Der Tnin Ourika Markt findet montags statt.
Ja, sowohl dein Fahrer als auch der lokale Guide kennen die Gegend und Kultur sehr gut.
Dein Tag startet mit der Abholung vom Hotel oder Riad in Marrakech, weiter geht’s im klimatisierten Fahrzeug mit WLAN für entspanntes Reisen auf den kurvigen Straßen. Begleitet wirst du von deinem Fahrer und einem lokalen Guide, die jeden Pfad im Tal kennen. Du besuchst ein Berberhaus und eine Arganöl-Kooperative, genießt ein Mittagessen am Fluss und kannst die Rückfahrt ganz entspannt angehen.


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