Erkunde Comuna 13 mit einem lokalen Guide, der dir die Geschichten hinter den bunten Graffitis erzählt, sieh Streetdancer vor den Wandbildern, fahr mit den elektrischen Treppen mit den Einheimischen und genieße Ausblicke auf Medellín, die dir lange im Kopf bleiben.
Gerade als wir an einem Wandbild vorbeigehen, das fast zu atmen scheint, reicht mir jemand eine Tasse Mango mit Salz. Unser Guide Juan, der hier aufgewachsen ist, bleibt mitten in der Menge stehen und zeigt auf ein kleines Detail im Bild – eine versteckte Botschaft der Hoffnung in den Flügeln eines Vogels. Ich denke noch darüber nach, als hinter uns Musik einsetzt – drei Kids drehen auf Pappe ihre Moves, die Schuhe abgenutzt vom Üben. Es riecht nach frittierten Empanadas und Sprühfarbe, was irgendwie beruhigend wirkt.
Die Graffiti-Tour durch Comuna 13 geht weit über das bloße Anschauen von Wänden hinaus – hier erzählen die Menschen, was diese Bilder bedeuteten, als das Leben hier noch rauer war. Wir trafen uns an der Metrostation San Javier (über uns rattert alle paar Minuten die Seilbahn), dann ging’s mit dem Bus in die Viertel Independencias I und II. Juan erzählte Geschichten, die ganz echt klangen – manchmal lachte er oder hielt inne, als würde er etwas wiederentdecken, das er lange nicht mehr gedacht hatte. Als wir die elektrischen Treppen erreichten, wurde mir klar, wie sehr sie den Alltag hier verändert haben. Das ist kein reiner Fotospot – hier sieht man Omas mit Einkaufstaschen hochfahren, Kinder, die zwischen den Treppenabsätzen herumtollen.
Wir schlüpften in eine kleine Galerie, wo ein Künstler an einer Leinwand arbeitete, seine Finger noch blau vom Farbpigment. Niemand drängte uns weiter; Juan ließ uns alle Fragen stellen (ich probierte mein Spanisch und wurde freundlich korrigiert). Vom Aussichtspunkt hatten wir einen wilden Blick über Medellín – leicht diesig, aber hell, mit Wäsche, die von Balkonen flatterte. Auf dem Rückweg zum Fußballplatz gab es überall so viel Kunst, dass ich kaum hinterherkam. Mein Handy ist voll mit unscharfen Fotos, weil ich ständig mitten im Schritt stehen blieb, um alles in Ruhe anzuschauen.
Die Tour beginnt an der Metrostation San Javier, am Ausgang der Seilbahn im zweiten Stock.
Ja, die Touren werden von lokalen Guides auf Englisch oder Spanisch geführt.
Vom San Javier Bahnhof fährt man mit dem Bus in die Viertel Independencias I und II.
Die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet, und Kinderwagen sind ebenfalls kein Problem.
Streetdance-Shows, Besuche in lokalen Galerien, Fahrt mit den elektrischen Treppen und Stopps an Aussichtspunkten.
Ja, während der Tour nutzt ihr öffentliche Verkehrsmittel.
Ja, Assistenztiere sind auf der Tour willkommen.
Dein Tag startet am San Javier Metro-Station, von dort fährst du mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Barrio las Independencias. Dort führt dich ein Guide durch die farbenfrohen Wände und Viertel von Comuna 13 – inklusive Stopps in lokalen Galerien, Fahrt mit den elektrischen Treppen, Streetdance-Shows an den Graffiti-Wänden und vielen Gelegenheiten für Fotos und Fragen unterwegs.
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