Auf dieser geführten Wanderung über den Athabasca-Gletscher knackst du über uraltes Eis, blickst in tiefe Spalten und hörst spannende Geschichten von lokalen Guides. Spüre Schmelzwasserbäche unter den Füßen und atme die frische Bergluft, während du 5 km durch eine sich ständig verändernde Landschaft wanderst – Ausrüstung ist inklusive. Ein Erlebnis, das demütig macht und gleichzeitig Spaß bringt – so ein Tag, der lange nachwirkt.
„Pass gut auf, wo du hintrittst“, warnte uns unser Guide Jamie, doch ehrlich gesagt war ich viel zu fasziniert von den blauen Rissen, die sich durch den Athabasca-Gletscher zogen, um mir Sorgen ums Ausrutschen zu machen. Der Wind dort oben hat so eine scharfe Kante – nicht eiskalt, aber gerade so, dass man die Mütze fester zieht. Wir bekamen diese kleinen Spikes für unsere Schuhe (ich hatte die vorher nie getragen) und plötzlich fühlte sich das Laufen auf dem Eis irgendwie machbar an. In einer kleinen Gruppe machten wir uns auf den Weg, alle erst mal still, nur Jamie erzählte, dass sich der Gletscher jeden Tag ein paar Zentimeter bewegt. Ich hätte nicht gedacht, dass man das hören kann: irgendwo unter unseren Füßen plätscherte Wasser, fast wie ein geheimer Bach unter dem Eis.
Es gibt eine Stelle, an der man in eine Gletscherspalte hinunterschauen kann – nicht wirklich beängstigend, aber einem wird doch ein bisschen mulmig. Jamie warf einen Kieselstein hinein und wir warteten auf das Platschen; es dauerte länger als gedacht. Er erklärte, wie sich diese sogenannten „Mühltrichter“ bilden, wenn Schmelzwasser senkrecht ins Eis gräbt. Jemand fragte, ob man das Wasser trinken könne – er grinste und meinte klar, wenn man keine Gehirnfrostscheu hat. Ich probierte trotzdem einen Schluck (nur eine Handvoll), so kalt, dass es in den Zähnen kribbelte. Die Luft dort oben riecht so frisch, fast leer, nur dieser mineralische Duft, den man in der Nähe von altem Schnee kennt.
Mir gefiel, dass Jamie uns nicht hetzte oder einem festen Plan folgte – er hielt an, wenn jemand Fotos machen oder Fragen zu den Rocky-Mountains-Gipfeln rundherum hatte. Einmal zeigte er auf eine alte Kletterroute, die ein Freund vor Jahren gegangen war (ich glaube, er nannte sie „die Eisfall-Linie“?) und schaute dabei ganz verträumt. Familien mit Kindern stocherten immer wieder mit ihren Stöcken im Schnee, und ein älteres Paar aus Edmonton scherzte, sie würden irgendwann als Gletscherführer in Rente gehen. Ehrlich gesagt fühlte es sich eher an wie ein Ausflug mit Freunden als eine offizielle Tour.
Die gesamte Tour ist etwa 5 km hin und zurück – nicht flach, aber auch nicht zu heftig, wenn man etwas Bergerfahrung hat. Snacks muss man selbst mitbringen (ich hab meine vergessen, Anfängerfehler), aber die Ausrüstung wird komplett gestellt: Regenjacke, falls Wolken aufziehen, Handschuhe, falls die Finger kalt werden. Ich denke immer noch an den Moment, als ich zum ersten Mal auf den Gletscher trat – wie winzig wir gegen die Berge wirkten und wie lebendig alles unter den Füßen war.
Die geführte IceWalk-Tour ist etwa 5 km (3 Meilen) hin und zurück und dauert rund 3 Stunden.
Ja, es gibt Spikes für besseren Halt sowie Regenjacken und wasserdichte Hosen, falls nötig.
Treffpunkt ist der Parkplatz des Columbia Icefield Discovery Centre, von dort geht es mit Shuttle zum Startpunkt.
Die Wanderung gilt als mittelschwer mit einigen kurzen steilen Passagen und unebenem Gelände; geeignet für aktive Kinder und Senioren.
Nein, Verpflegung ist nicht inklusive; bitte eigene Snacks mitbringen.
Ja, die Tour ist familienfreundlich, solange alle mit dem moderaten, unebenen Gelände zurechtkommen.
Ja, Assistenztiere sind auf der geführten Tour willkommen.
Die Touren starten täglich um 9:45 Uhr und 14:00 Uhr; Einsteigen ist 20 Minuten vorher.
Dein Tag beginnt mit dem Treffen eines ACMG-zertifizierten Guides am Parkplatz des Columbia Icefield Discovery Centre. Dort bekommst du Spikes für besseren Halt sowie Regenjacke oder wasserdichte Hose, falls nötig; Handschuhe und Mützen können ebenfalls ausgeliehen werden. Nach einer kurzen Shuttle-Fahrt zum Startpunkt geht es auf den Athabasca-Gletscher – denk daran, eigene Snacks und warme Kleidung mitzubringen, da keine Verpflegung gestellt wird.
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